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28 Anwesende unterzeichnen die Vereinssatzung und zählen damit zu den Gründungsmitgliedern (siehe Daten und Zahlen). Umgehend wählen sie die Mitglieder des ersten Vorstands, die den Verein in den nächsten zwei Jahren vertreten werden: Vorsitzender ist Manfred Rummel. Er betreibt in Korbach mit seinem Partner Raymund Kern einen Pflegedienst und leitete bereits den „Runden Tisch Palliativpflege", aus dem das Netzwerk hervorgeht. Als Stellvertreter steht ihm Pfarrer Horst Rühl vom Waldeckschen Diakonissenhaus Bad Arolsen zur Seite. Dr. Gabriele Schalk, Internistin und Palliativmedizinerin im Kreiskrankenhaus Frankenberg, übernimmt das Amt der Schriftführerin. Armin Müller, Geschäftsführer des Korbacher Stadtkrankenhauses, zeichnet für die Finanzen verantwortlich. Beisitzer Dr. Joachim Sander, Oberarzt am Krankenhaus Frankenberg, komplettiert das Team.
„Es wird eine nicht ganz einfache Aufgabe sein, die Palliativversorgung im Landkreis aufzubauen", betont Versammlungsleiter Gerd Brückmann, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Korbach-Bad Arolsen, als er an Rummel übergibt. „Ich bin überzeugt, das ist ein Meilenstein für Palliativpatienten im Kreis", betont der Vorsitzende, für den die Gründung „eine Herzensangelegenheit" ist.
„Unser Ziel ist nicht die Heilung, sondern der Erhalt der Lebensqualität im Endstadium einer Krankheit", hatte Rummel bereits in der vergangenen Woche im WLZ-FZ-Gespräch berichtet. „Die Menschen sollen in Ruhe und Würde zu Hause sterben können." Um die Palliativversorgung zu gewährleisten, haben die Krankenkassen in Hessen „Integrierte Versorgungsverträge" mit onkologischen Zentren geschlossen, zum Beispiel mit dem Rot-Kreuz-Krankenhaus in Kassel. Der Verein wird Kooperationspartner der Klinik und erhält pro IV-Patient eine Pauschale von 1600 Euro abzüglich rund 15 Prozent für die Klinik, die laut Rummel ständig für „Sekundärbereitschaft" sorgt. Details klärt der Vorstand in den nächsten Wochen.
Das Netzwerk soll wie folgt funktionieren: Patienten oder deren Angehörige melden sich in der Zentrale des Korbacher Krankenhauses. Von dort werden sie an den Pflegedienst vermittelt, der Bereitschaft hat. Reicht die Versorgung nicht aus, informiert dieser den Bereitschaftsarzt und gegebenenfalls einen Palliativmediziner. Derzeit verfügen in Waldeck-Frankenbergs Mittelzentren 18 Pflegekräfte über die Fachausbildung. Rund zehn ausgebildete Palliativmediziner stehen im Kreis bereit, weitere sind in Ausbildung.
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