Bravouröse Theatererfolge
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Bad Wildungen (tk/szl). Dem Ensemble „Thespiskarren" ist mit der Inszenierung der Bestseller-Geschichte „Der Herr der Diebe" der Erfolgsautorin Cornelia Funke (Tintenherz, Tintenblut, Tintentod) mit 20 Mitspielern auf der Bühne und 20 Helfern hinter den Kulissen im April ein bravouröser Theatererfolg gelungen.
Hinter der Gemeinschaftsproduktion vieler Kinder und erwachsener Mitwirkender steht seit 1999 Bernhard Schäfer, der in diesem Fall erstmals mit Petra Höster die Geschichte von „Scipio" auf die Bühne brachte.
An drei Tagen erntete das gesamte Thespiskarren-Team in der Wandelhalle immer wieder spontanen Szenenapplaus für gelungene Bilder, für kecke Auftritte, nachdenklich stimmende Monologe und Dialoge, manche überraschende Wendung, Balgereien auf der Bühne, schauspielerische Bestleistungen und viele originelle Regieeinfälle.
„Herr der Diebe" ist Schäfers zwölfte Inszenierung des „Thespiskarren" seit seiner Gründung.
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Gründer und Spielleiter des Ensembles Thespiskarren: Bernhard Schäfer.(Foto: Archiv)
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Vor zehn Jahren hatte der Buchhändler großen Anteil daran, dass die Theatergruppe sich formieren und zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in der Kurstadt entwickeln konnte.
Der nächste Höhepunkt steht für die Theatergruppe an, wenn sie demnächst ihr eigenes Domizil hinter dem Wildunger Maritim-Badehotel beziehen kann.
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Thespiskarren: Probenendspurt für die Jugendlichen unter Regie von Petra Höster und Bernhard Schäfer
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Bad Wildungen (ra). Der „Herr der Diebe" ist ein Bestseller der Jugendbuch-Autorin Cornelia Funke, der längst auch Erwachsene fasziniert. Die Theatergruppe „Thespiskarren" bringt den spannenden Stoff nun auf die Bühne: Vorpremiere ist am kommenden Sonntag, 18 Uhr, im Fritzlarer Scala Varieté-Theater. Die große Premiere in der Wildunger Wandelhalle folgt am 24. April.
Es ist die zwölfte Inszenierung des „Thespiskarren" seit seiner Gründung 1999 durch Bernhard Schäfer. Vier öffentliche Aufführungen vom „Herrn der Diebe" stehen dieses Frühjahr an.
Die Geschichte: Die beiden verwaisten Brüder Bo (Max Keller) und Prosper (Ruth Härlin) sollen voneinander getrennt werden. Ihre Tante Esther Hartlieb (Tomke Krone) will zwar den fünfjährigen Bo aufnehmen, dessen älteren Bruder dagegen in ein Internat stecken.
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Die Jugendgruppe vom „Thespiskarren" und ihre Regisseure (hintere Reihe) freuen sich auf die Premiere am kommenden Sonntag. Ganz besonders jedoch der Jüngste von allen, der zwölfjährige Max Keller (erste Reihe, Mitte). Als fünfjähriger Bo spielt er zum ersten Mal vor Publikum.(Foto: ra)
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Deshalb reißen die beiden Geschwister aus und schlagen sich nach Venedig durch, wo sie sich der Straßenkinderbande des „Herrn der Diebe", Scipio (Steffen Reis), anschließen. Esther Hartlieb beauftragt den Privatdetektiv Viktor Getz (Simeon Cöster) mit der Suche nach ihren Neffen.
Gelassene Stimmung, Spaß und fleißiger Einsatz der jungen Akteure prägten die Probe am vergangenen Wochenende in der Wildunger Wandelhalle. Immer mit einem Ohr beim Stück, knüpfte Elvira Theuerkauf, zuständig für das Maskenbild, unterdessen am Bühnenrand noch einen Bart für den Gauner Barbarossa (Kristian Solakov). Der mitwirkende Schüler Kristian Solakov hat eigens für das Stück „Herr der Diebe" zwölf Musikbeiträge komponiert, von denen drei zur Untermalung dramatischer Szenen und der Verfolgungsjagd im Stück eingesetzt werden.
Seit dem Ende der Sommerferien vergangenen Jahres haben sich die 20 Jugendlichen im Alter von zwölf bis 18 Jahren -jeden Dienstag im Wildunger Kurhaus auf das Stück vorbe-reitet. Insgesamt vier Probenwochenenden forderten zusätzlich viel Einsatzbereitschaft von allen Beteiligten. Überrascht vom umfangreichen Probenaufwand war indes niemand, denn bis auf den zwölfjährigen Max bringen alle Akteure bereits Theatererfahrung aus dem Gustav-Stresemann-Gymnasium oder zum Beispiel aus dem ersten Jugendstück des „Thespiskarren" (Nelly Goodbye) mit.
Petra Höster, seit der Gründung der Theatergruppe festes Ensemblemitglied, führt im zweiten Jugendstück, gemeinsam mit Bernhard Schäfer, zum ersten Mal Regie. Für die Gestaltung des Bühnenbildes -engagierte Spielleiter Bernhard Schäfer Stephanie Dorn. Sie ist zurzeit als Szenenbildnerin an der Semperoper in Dresden und bei weiteren professio-nellen Produktionen tätig. Stephanie Dorn, inzwischen Theaterprofi, hat wie viele der jungen Akteure einst das Gustav-Stresemann-Gymnasium besucht. Entworfen hat sie neben dem Bühnenbild für „Herr der Diebe" auch die Kostüme, die nach ihren Zeichnungen von Renate Kapischke genäht und zusammengestellt wurden.
„Wir alle, auf und hinter der Bühne, freuen uns auf unsere erste Aufführung in Fritzlar", sagt Schäfer. Die „eigentliche Premiere" folgt aus seiner Sicht aber in der Wandelhalle, denn der „Herr der Diebe" läuft dort als erstes Theaterstück überhaupt nach dem Um-, Aus- und Neubau.
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