Gestalter des Monats: Willy Schaumburg
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Arolser Werk weltweit konkurrenzfähig
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Bad Arolsen (-es-). Die Konzerne kommen und gehen. Der Geschäftsführer bleibt bestehen. Und mit ihm wächst das Lackdraht-Werk an der Korbacher Straße in Bad Arolsen.
Seit 1981 ist Willy Schaumburg dem Werk verbunden. Das Werk wechselte von Philips zu AEG, von AEG Kabel zu Alcatel. Mal firmierte das Haus unter Lackdraht-Union. Dann entstand die französisch dominierte Nexans, die mit dem amerikanischen Essex Superior ein Joint-Venture einging. Zuletzt wurde Essex von den Koreanern gekauft.
Und trotz aller Widrigkeiten auf dem Weltmarkt, trotz aller Fusionen und Zerschlagungen blieb das Arolser Werk bestehen und konnte zuletzt sogar kräftig wachsen.
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Essex-Geschäftsführer Willy Schaumburg hat es verstanden, das Bad Arolser Lackdraht-Werk über Jahre zu erhalten und zu stärken. (Foto: -es-)
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Hinter dem jahrzehntelangen Erfolg steht vor allem ein Mann: Willy Schaumburg, der in der kommenden Woche seinen 60. Geburtstag feiert. Als fleißiger Firmenchef mit klaren Konzepten hat er es geschafft, „sein" Arolser Werk, das ihm schon früh ans Herz gewachsen war, so stark zu machen, dass die jeweils neuen Chefs gar nicht anders konnten, als den Standort zu erhalten und weiter auszubauen. Mehrfach wurden Lackieröfen in Frankreich abgebaut und in Arolsen wieder aufgebaut, obwohl es den französischen Alcatel-Chefs besser gefallen hätte, wenn die Entwicklung andersherum gelaufen wäre.
Dass Schaumburg sich mit seinen Ideen durchsetzen konnte, liegt natürlich auch an der Qualifikation und dem außergewöhnlichen Arbeitseinsatz der Bad Arolser Mannschaft. Vom Maschinenführer bis zum Ingenieur ziehen hier seit Jahrzehnten alle an einem Strang und führen Innovationen ein, denen die weltweite Konkurrenz regelmäßig mit einiger Verzögerung hinterherhechelt. Heute kann die Stadt Bad Arolsen stolz sein auf die Erfolge der 240 Mitarbeiter von Willy Schaumburg.
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Lokal produzieren, weltweit präsent
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Bad Arolser Lackdraht-Produzenten bekommen Besuch von ihren neuen koreanischen Eigentümern
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Bad Arolsen. Sie sind Drahtzieher im ursprünglichen Sinne des Wortes, doch ihre Chefs sitzen weit weg auf fernen Kontinenten.
Was zählt ist, was hinten rauskommt. Und das sind Kupferdrähte für Waschmaschinenmotoren, elektrische Fensterheber oder Kraftwerks-Turbinen. Einen wahren Boom erleben die Bad Arolser Drahtzieher durch die Windenergie: Windkraftanlagen-Hersteller wie Enercon haben einen riesigen Hunger nach lackisolierten Flachdrähten aus Bad Arolsen.
Das Lackdraht-Werk an der Korbacher Straße war schon Teil des niederländischen Philips-Konzerns, gehörte zur deutschen AEG,
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Essex-Geschäftsführer Willi Schaumburg erläutert den koreanischen Besuchern die Produktion isolierter Kupferdrähte. (Foto:-es-)
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dann zum französischen Elektro-Imperium Alcatel und zuletzt zur amerikanischen Essex-Superior.
Seit Juni vergangenen Jahres haben Koreaner die Aktienmehrheit bei Essex. Und jetzt, zur Hannover-Messe, da alle Welt von Korea spricht, besuchen die Chefs des koreanischen Konzerns LS Cable ihren jüngsten Zukauf.
Auf den ersten Blick wirkt der weltweit operierende Konzern LS Cable fast wie ein Familienbetrieb: Alle Schaltstellen sind mit Angehörigen der Familie Koo besetzt.
Empfangen wurde die Familie Koo vom Geschäftsführer von Essex Deutschland und Repräsentant von Essex Europa, Willy Schaumburg, sowie dem Werksleiter Wilfried von der Heide. Bei einem Rundgang durch die Produktionshallen wurden den Koreanern die neuen, rund 20 Meter hohen Lackieröfen sowie das hochmoderne Lager-Logistiksystem vorgeführt.
Anschließend traf man sich zum Mittagessen im Steinernen Saal des Residenzschlosses, wo der Chefkoch des Welcome-Hotels ein First-Class-Menü mit Kürbissuppe, Kalbsmedaillons und warmem Schokoladenkuchen in Vanille-Sauce vorbereitet hatte.
Am Donnerstag und Freitag hält die Firma Essex auf der Hannover-Messe ein Symposion für internationale Experten der Kraftwerks- und Energietechnik ab. Passend zum Leitthema der Hannover-Messe „Energieeffizienz" geht es beim Hersteller von Kupferleitern um größtmögliche Effizienz in der Energiewirtschaft.
Angefangen vom Generator im Kraftwerk über die Transformatoren im Umspannwerk bis hin zum möglichst verlustarmen Energietransport hat die Firma Essex eine Menge Innovationen zu bieten, die in den vergangenen Jahren mit Universitäten erarbeitet wurden. Bei den Details geht es um Drahtprofile, clevere Drillleitertechnik und vor allem um zuverlässige Lackisolationen, die auch bei größten mechanischen und chemischen Belastungen ihre elektrischen Eigenschaften behalten.
Im Rahmen des Symposions sind zwei Exkursionen von Hannover ins Waldecker Land geplant. Die Kraftwerkstechniker und Ingenieure aus aller Welt sollen das Kavernenkraftwerk am Edersee besuchen und dann nach einem Werksrundgang in Bad Arolsen einen Fachvortrag hören. Essex-Geschäftsführer Willy Schaumburg verspricht sich von dem Messe-Engagement weitere Impulse für die Nachfrage nach seinen Produkten und vor allem neue Aufträge für die 240 Beschäftigten in Bad Arolsen. Dabei gehe es um Neubau und Ersatz von Kraftwerken und Verteilnetzen.
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