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Mit der Filmmusik aus dem dritten Teil der Harry-Potter-Reihe setzten die jungen Musiker die Messlatte hoch und meisterten sie mit der Unterstützung des Hauptorchesters bravourös.
Nach einem Grußwort von Direktor Winfried Deichsel übernahm Wagener die Leitung und gab mit der Ouvertüre aus der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel einen überzeugenden Auftakt. Besonders das Trompetenregister präsentierte sich mit sauberer Intonation. Im Anschluss daran spielte Christoph Müller das erste Solokonzert des Abends, den rhythmisch anspruchsvollen ersten Allegro-Satz des Konzerts für Fagott und Orchester von Franz Danzi. Das Orchester wurde von Kai Schöneweiß geleitet.
Das Orchester spielte drei Stücke aus der ersten Suite von Edvard Griegs Peer-Gynt-Suite. Die „Morgenstimmung" begann mit zart intonierten Flötenpassagen, die gefühlvoll vom Streichersatz abgelöst wurden. Die Pizzikato-Stellen am Anfang von „In der Halle des Bergkönigs" ließen eine mystische Stimmung entstehen und verwandelten sich am Schluss in ein stürmisch drängendes Finale. Das Orchester harmonierte tonlich. Die Flötistinnen Stina Inerle und Laura Schwarz reihten sich mit dem ersten Satz aus dem Flötenkonzert des italienischen Komponisten Domenico Cimarosa in die Reihe der Solisten ein. Die beiden Musikerinnen brillierten in der terzlastigen Kadenz.
Im ersten Satz des „Sinfonischen Tanzes op. 64" von Edvard Grieg schien es fast so, als wolle Wagener dem alljährlichen Orchesterstreich zuvorkommen, indem er das Orchester nach einigen Takten wegen falscher Absprache unterbrach. Der zweite Durchgang verlief viel souveräner. Katharina Schuchard spielte auf ihrer Posaune unter Leitung von Johanna Tripp ein Konzertstück von Friedebald Gräfe mit vollem, kräftigen Ton und guter Dynamik.
Teresa Laukel und Ann Katrin Röß leiteten den zweiten Konzertteil mit einer Präsentation über die kürzlich erfolgte Amerikareise. Sie zeigten Bilder und unterhielten das Publikum mit einer charmanten Moderation.
Mit dem Auftritt der Big Band wurde es schlagartig rockig. Die Schüler verbreiteten mit Sonnenbrillen eine coole Atmosphäre und begannen mit den fetzigen Rhythmen des „Crocodile Rock" von Elton John den Saal zu rocken. Es folgte „Beyond the Sea", bei dem Emanuel Kunick den Gesangspart übernahm. Jana Schäfer orientierte sich an aktuellen Charts, sang „Valerie" von Amy Winehouse
mit einem tiefen Stimmenklang. Karibisches Flair verbreitete sich mit dem letzten Stück der Big Band, „Copacabana", die unter der Leitung von Torsten Herguth spielte. Das Orchester zeigte mit der anspruchsvollen Filmmusik zu Harry Potter, dass es auch hohe Hürden überzeugend meistern kann.
Auch durfte der traditionelle Orchesterstreich nicht fehlen. In einer Passkontrolle, die Fagottist Micha Elsebach durchführte, wurde Wageners Dirigentenstock aufgrund der bestehenden Verletzungsgefahr beschlagnahmt. Der Dirigent war damit gezwungen, zwei Stücke aus der Nussknackersuite von Tschaikowski mit einem bunten Staubwedel zu dirigieren.
Ein Glanzlicht des Abends folgte kurz vor Ende des Konzertes. Ann-Sophie Mengel glänzte in dem ersten Satz des Bratschenkonzertes von Johann Christian Bach. Mengel spielte das Stück sicher und mit viel Gefühl. Die Läufe und Phrasen meisterte Mengel fehlerfrei und lieferte somit eine beachtliche musikalische Leistung ab. Als letztes Stück am Abend erklang Gioacchino Rossinis Ouvertüre vom „Barbier von Sevilla". Nach einer ruhigen, melodiösen Einleitung folgte der temperamentvolle zweite Teil mit bekannten Melodien der Oper.
Das Orchester wurde mit reichem Applaus und stehenden Ovationen für seine gute Leistung belohnt und musste zwei Zugaben geben. Nach einem Medley mit Stücken aus Filmmusiken versammelten sich alle Musiker des Abends auf und vor der Bühne, um gemeinsam die Schulhymne „Pomp & Circumstance" zu spielen. Rainer Böttcher führte während des Konzertes informativ durch das Programm und unterhielt das Publikum immer wieder mit kleinen Anekdoten und Geschichten.
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