Vorbild des Monats: Roselinde Hartmann |
Seit 30 Jahren für die Tochter da
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Korbach. Seit 30 Jahren pflegt Roselinde Hartmann (58) aus Korbach ihre schwerbehinderte Tochter Stefanie. Dafür hat sie im August die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik erhalten.
„Am Anfang war es ein Schock, ich hatte es gar nicht sofort begriffen", sagt Roselinde Hartmann. Bei der Geburt war ihre Tochter Stefanie noch völlig normal. Erst mit zwei Jahren traten die ersten Symptome der Krankheit auf. Stefanie war unruhig, überaktiv und schlief auch nachts kaum durch. Die Diagnose der Mediziner: Sanfilippo-Syndrom, eine seltene angeborene, erblich bedingte Stoffwechselerkrankung. Sie gehört zu den sogenannten Mucopolysaccharidosen.
Bei Menschen mit dieser Krankheit werden Zuckermoleküle nicht richtig abgebaut, die nach und nach den Körper schädigen. Die betroffenen Kinder haben meist keine sehr hohe Lebenserwartung und sterben noch im Kindesalter. Nicht viel älter als 20 Jahre könne Stefanie werden, hatten die Ärzte damals gesagt.
Heute ist die junge Korbacherin 32 Jahre alt. Stefanie ist schwerbehindert, kann nicht sprechen und ist zu jeder Zeit völlig auf die Hilfe ihrer Mutter angewiesen.
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Mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ist die Korbacherin Roselinde Hartmann ausgezeichnet worden. Sie pflegt seit über 30 Jahren ihre schwerbehinderte Tochter. Foto: Benseler
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Könner des Monats: Martin Pflüger
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Heilbeeren als Marktnische
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Volkmarsen-Külte. Eine ganz besondere Marktnische hat der Külter Obstbauer Martin Pflüger für sich entdeckt. Auf sechs Hektar baut er die als Heilpflanze geschätzte Aronia-Beere an. Seine nach zertifizierten Bio-Anbauregeln erzeugten Beeren werden von einer Dresdner Firma vermarktet, die daraus Säfte, Konfitüren, Trockenbeeren und manche andere Leckereien produziert.
Der Markt für bewährte Hausmittel aus der Natur ist riesig und wächst stetig. Davon will auch der Külter Obstbauer profitieren. Der Anbau der Beerensträucher ist allerdings mit einigen Mühen verbunden. Es dauert fünf Jahre, bis die Ernte eingefahren werden kann. So lange muss der Boden regelmäßig von Hand gehackt werden, damit andere Wildkräuter nicht die Oberhand gewinnen. Die Aronia hat einen „astringenten Geschmack. Zu Deutsch: „Da zieht sich einem alles zusammen."
Aber schließlich kommt es bei der Aronia nicht auf die Süße an. Sie soll heilsam und vorbeugend wirken.
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Martin Pflüger bei der Ernte der Aronia-Beeren. Foto: Schulten
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Gestalter des Monats: Hansi Figge
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Die Willinger Wanderführer
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Willingen. Dass der Deutsche Wandertag 2009 als voller Erfolg in die Chronik der Uplandgemeinde und des Deutschen Wanderverbands eingeht, ist auch und vor allem den Willinger Wanderführern zu verdanken. Der äußerst aktive Upländer Gebirgsverein hat nicht nur mit viel Energie dazu beigetragen, die Großveranstaltung überhaupt in die Region zu holen. Vielmehr haben Vorstand und Wanderführer auch im Vorfeld die schönsten Wanderstrecken ausgewählt und mit großem Engagement und Herzblut bei der Organisation des Events mitgewirkt.
Die zertifizierten Wanderführer des Vereins haben während des Wandertags über 70 Wanderungen angeboten und dabei mehr als 3000 Teilnehmern die landschaftlichen Schönheiten ihrer Heimat nahegebracht.
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Bringt Gästen die Schönheit seiner Heimat nahe: Wanderführer Hansi Figge, einer der Motoren und Vorsitzenden des Upländer Gebirgsvereins. Foto: Ulrike Schiefner
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Einsteiger des Monats: Andreas Schmitt
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Chef im Forstamt
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Frankenberg. Am 1. Juli hat Andreas Schmitt die Leitung des Frankenberger Forstamtes übernommen. Gemeinsam mit seinem ebenfalls neuen Stellvertreter Stefan Schnoklake hat er die Verantwortung für elf Revierförstereien zwischen Hatzfeld und Bad Wildungen mit 19 000 Hektar Wald. Die Aufarbeitung von Sturmschäden, die Bekämpfung des Borkenkäfers, die Schaffung von wertvollen Holzbeständen und eine bessere Vermarktung des heimischen Wildes gehören zu den Zielen des neuen Leiters.
Andreas Schmitt hat in Göttingen Forstwissenschaft studiert und in Neuseeland und den USA gearbeitet. Sein Referendariat absolvierte er im Forstamt Burgwald, danach leitete er das Forstamt Jesberg. Schließlich führte sein Weg über das Forstministerium in Wiesbaden als Holzverkaufsreferent nach Gießen. In den vergangenen acht Jahren war Schmitt in der Zentrale des Landesbetriebes Hessen-Forst in Kassel tätig. Andreas Schmitt ist verheiratet und hat ein Kind. Er ist 44 Jahre alt. (apa)
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Andreas Schmitt Foto: Pauly
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Stimmungsmacher des Monats
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Weckruf der „Diemelhörner"
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Diemelsee / Korbach. „Der Wunsch, das Alphorn spielen zu können, entstand vor mehr als 25 Jahren", berichtet Uwe von Hagen (Meineringhausen), auch im Namen seines langjährigen Freundes Klaus Fischer (Benkhausen). Für die jungen Männer sind die 3,60 Meter langen Hörner jedoch unerschwinglich. 23 Jahre später, im Sommer 2007, erfüllen sich die beiden gemeinsam mit ihren Musikerkollegen Werner Isenberg (Meineringhausen) und Tobias Fuest (Germete) ihren Jugendtraum: Sie geben die besonderen Instrumente, deren Klang kilometerweit zu hören ist, in Auftrag.
Ansetzen können sie ihre eigenen Alphörner erstmals im März 2008. Die Proben der Gruppe beginnen. Auf der Suche nach einem Gruppennamen finden sie mit dem Diemelsee einen gemeinsamen Nenner und treten seitdem als „Diemelhörner" auf.
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