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Die Korbacher Tafel hilft seit November 2006 bedürftigen Menschen, die nicht genug Geld für ihr tägliches Brot haben: Für einen symbolischen Euro gibt es im Tafelladen in der Wildunger Landstraße Kisten mit Lebensmitteln für diejenigen, die sie sich sonst nicht leisten können.
420 Erwachsene und 196 Kinder versorgt die Tafel derzeit. „Die Zahl ist bislang noch relativ stabil", sagt Vorsitzender Oliver Breysach. Doch schon jetzt sei das ehrenamtliche Personal „bis an die Oberkante ausgelastet". Rund 35 Helfer opfern ihre Freizeit für den Einsatz im Tafelladen oder als Fahrer, die in den etwa 20 Geschäften und Supermärkten in der Region Lebensmittel-Spenden abholen.
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„Wir haben das Maximum dessen erreicht, was wir leisten können", sagt Breysach. „Wenn ein oder zwei Leute krank werden, dann haben wir ein Problem", ergänzt sein Stellvertreter Poki Sayeed. Die Situation etwas entspannen könnte künftig eine Zusammenarbeit mit der Johanniter-Unfallhilfe: „Wir prüfen derzeit, ob Zivildienstleistende bei uns eingesetzt werden können", so Breysach.
Schon seit April 2007 muss die Tafel außerdem Lebensmittel hinzukaufen, da das, was die Märkte dem Verein kostenlos überlassen, nicht ausreicht, um alle Kunden zu versorgen. Geldspenden machen das derzeit noch möglich.
Hinzu kommen steigende laufende Kosten: Durch eine EU-Verordnung ist die Tafel gezwungen, die Kühlkette die durchgängige Kühlung beim Transport vom Markt zum Tafelladen einzuhalten. Der Verein konnte nicht mehr kostenlos auf Fahrzeuge der Johanniter-Unfallhilfe zurückgreifen, sondern musste einen Kühlwagen anschaffen. „Wir stehen manchmal da und wissen nicht, wovon wir das Benzin bezahlen sollen", sagt der Tafel-Vorsitzende. Was passiert, falls durch die Wirtschaftskrise die Zahl der Bedürftigen auch in Korbach steigt, mögen sich die beiden Vorstandskollegen kaum ausmalen. „Das wird eine Kettenreaktion", befürchtet Sayeed: Wenn es mehr Bedürftige gibt, wird weniger eingekauft.
Die Folge ist, das auch die Märkte ihr Sortiment straffen und sparsamer mit ihren Waren umgehen und so weniger für die Tafel übrig bleibt. „Weniger muss auf mehr verteilt werden", fasst der stellvertretende Vorsitzende zusammen. Ungewiss ist auch, ob die Tafel in den Räumen in der Wildunger Landstraße bleiben kann. Es existieren Pläne eines Investors, das Gebäude abzureißen und einen Discounter zu errichten. Ob das Projekt tatsächlich realisiert werde, sei bislang aber unklar, so Breysach.
Die Korbacher Tafel sucht ehrenamtliche Helfer. Infos bei Vorsitzendem Oliver Breysach unter der Telefonnummer 05631/61444.
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