|
Der gebürtige Rosenthaler hat es vom gelernten Schuhmacher zum Busunternehmer gebracht. Er war der Erste im damaligen Kreis Frankenberg, der bereits mit 21 Jahren seinen Busführerschein machen durfte mit einer Sondergenehmigung, die ihm der damalige Landrat Heinrich Kohl ausgestellt hatte. Zunächst durfte Happel nur im Umkreis von 50 Kilometern fahren aber diese Auflage galt nur für eine kurze Zeit.
Hans Happel war damals ins Busunternehmen seines Schwiegervaters Kroll mit eingestiegen. Aus Kroll-Bus entwickelte sich das spätere Reiseunternehmen Happel mit seiner kleinen Busflotte, das auch schon 50 Jahre alt ist und 2009 Jubiläum feiert.
Der 72-jährige Hans Happel weiß heute nicht exakt, wie viele Millionen Kilometer er mit seinen Bussen gefahren ist, „aber es werden schon einige Millionen Kilometer zusammenkommen", lautete sein trockener Kommentar.
Seine erste Fernreise führte ihn nach Paris für den jungen Happel schon etwas Besonders. Heute sei vieles Routine geworden, erzählt er. Einige Jahre reparierte er sogar seine Busse selbst und kümmerte sich im Unternehmen auch um Kleinigkeiten.
So manche Fahrten im Linien- und Reisefernverkehr hätten schöne, aber auch weniger schöne Stunden gebracht. „Man muss sich durchbeißen", ist seine Devise, „nur nicht aufgeben."
Wenn er nicht am Steuer eines Busses sitzt, hält Hans Happel dem evangelischen Posaunenchor in Rosenthal die Treue. Wenn es der Beruf zulässt, bläst er mit den Posaunisten und Trompetern und übt noch jeden Monat einmal im Gemeindehaus unter der Leitung von Heinrich Plett.
Seine letzte Fahrt will er mit einem Fernreisebus unternehmen und langsam dem Ruhestand entgegensteuern. Die Frankenberger Zeitung wünscht ihm für den Rest seiner Jahre als Busfahrer allzeit gute Fahrt.
|
|