Stimmungsmacher des Monats: Timo Klöckner


Klöckner bei „Bundesvision Song Contest"

Frankenberg (jos). Stimmung für das hessische Nachbarbundesland Thüringen hat der gebürtige Frankenberger Timo Klöckner gemacht – und auch seine Erfurter Band dürfte davon profitieren: Mit der Gruppe „Chapeau Claque" ist der Gitarrist bei dem bekannten „Bundesvision Song Contest" von Stefan Raab aufgetreten.
Die Teilnahme an diesem Event, das zu den bedeutends-ten in der nationalen Pop-Szene zählt, brachte für Timo Klöck-ner und seine Band mit sich, dass sie zur besten Sendezeit live auf ProSieben zu sehen waren.
Dort warben die Musiker nicht nur für das Wanderparadies und die Bratwurstheimat Thüringen, sondern auch für die „Electro-Chanson-Pop-Romantik"-Musik von „Chapeau Claque". Dass die Band dann sogar den sechsten Platz hinter bekannten Größen wie Peter Fox und „Polarkreis 18" belegt hat, freute Timo Klöckner natürlich umso mehr.
Timo Klöckner war mit seiner Erfurter Band beim „Bundesvision Song Contest" dabei. Das Foto zeigt ihn bei einem Konzert mit der Rock-AG der Edertalschule im Jahr 2003 in Schreufa.(Archivfoto: rou)
Im Jahr 2003 hat er sein Abitur an der Frankenberger Edertalschule „gebaut", seitdem studiert der Gitarrist an der Leipziger Musikhochschule.
Am Frankenberger Gymnasium war Timo Klöckner über Jahre hinweg eine der großen Stützen der Rock-AG, er hat mit Lehrer Dr. Peter Hassel auch die Latin- und Jazz-Musik an der Edertalschule zu neuem Leben erweckt.
Im Gespräch mit der WLZ-FZ zeigte sich Klöckner bescheiden wie eh und je, beschrieb den Auftritt bei Stefan Raabs großer Show als „eher unspektakulär". Demnächst geht Klöckners Band auf Deutschland-Tournee. Alle Infos dazu gibt es unter www.chapeauclaque.net im Internet.

Timo Klöckner spielt bei „TV Total"


Ehemaliger Frankenberger ist mit Erfurter Band beim „Bundesvision Song Contest" von Stefan Raab dabei


Frankenberg. Fleiß ist wichtig in seinem Metier, sagt Gitarrist Timo Klöckner. Doch hin und wieder komme es auch darauf an, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Nächsten Mittwoch spielt der gebürtige Frankenberger mit seiner Band „Chapeau Claque" bei „TV Total". ProSieben-Moderator Stefan Raab hat in seiner Sendung zum „Bundesvision Song Contest" aufgerufen.

Der Band-Contest des TV-Klamauk-Königs gilt als eine der meist beachteten und wichtigsten Musik-Shows im deutschen Fernsehen. Deshalb treten neben neuen Bands wie „Chapeau Claque" auch renommierte Künstler und Gruppen wie Jan Delay, Peter Fox oder „Deichkind" in den Sendungen auf. Aus allen 16 deutschen Bundesländern geht jeweils ein Interpret an den Start.
Der gebürtige Frankenberger Timo Klöckner (links) tritt mit der Band „Chapeau Claque" aus Erfurt beim „Bundesvision Song Contest" von ProSieben-Moderator Stefan Raab für Thüringen an. Nächsten Mittwoch sind die Musiker zu Gast bei „TV Total". (Foto: pr)
„Chapeau Claque" vertritt mit dem ehemaligen Frankenberger Timo Klöckner an der Gitarre das hessische Nachbarbundesland Thüringen, die Mitglieder der Band kommen hauptsächlich aus dem Erfurter Raum.

„Klapp-Zylinder"

Electro-Chanson-Pop-Romantik nennen die Mitglieder von „Chapeau Claque" ihre Musik. Der Bandname ist französisch und bedeutet nicht mehr und nicht weniger als Klapp-Zylinder – in Anlehnung an die Hüte von Zauberern. „Daraus kann man verschiedene Geschichten ableiten", erklärt Timo Klöckner. Unter anderem soll der Name auch einen Anspruch der Band beschreiben. Danach wollen die Musiker nämlich weit mehr als nur weiße Kaninchen hervorzaubern und stattdessen den Zuhörern eine große stilistische Vielfalt bieten.

„Es ist nicht das abgeklärte Pop-Ding", beschreibt Klöckner. Vielmehr sei es verspielte Musik, die die Band komponiert. Im Februar 2007 ist der 25-Jährige Mitglied der Gruppe um Frontfrau Maria Antonia (22) alias „Mademoiselle Chapeau" geworden. Die weiteren Musiker sind Peer Kleinschmidt (26/Tasten), Jörg Wähner (28/Drums) und Tim Schäfer (26/Bass). Sie alle sind Absolventen der Leipziger Musikhochschule, an der Timo Klöckner derzeit noch studiert. Über die Uni hat auch er den Kontakt zu der Band geknüpft.

Ab nächsten Montag werden in den täglichen Sendungen von Stefan Raab die teilnehmenden Bands vorgestellt, am Mittwoch ist dann auch Timo Klöckner mit „Chapeau Claque" zu Gast im „TV Total"-Studio. „Wir spielen live in der Sendung", erklärt der Gitarrist, der bescheiden wie eh und je nicht im Mittelpunkt stehen will.

Am 13. Februar soll die Entscheidung fallen: Dann spielen alle Bands in Potsdam und die Fernsehzuschauer stimmen ab, wer den „Bundesvision Song Contest 2009" gewinnt. Die Show wird zwar live übertragen, die Musik allerdings nicht live gespielt. „Nur der Gesang ist live, die Instrumente kommen aus der Konserve", erläutert Klöckner. Für den Vollblut-Musiker ist das eine ganz neue Erfahrung.

Videos analysieren

Demnächst sollen Proben von „Chapeau Claque" gefilmt werden. „Dann analysieren wir hinterher, wie wir rüberkommen", berichtet der Gitarrist. Er findet es sehr spannend, einen Einblick in die Medienwelt zu bekommen, in der die Vermarktung in den Vordergrund rückt. An der Musikhochschule in Leipzig genießt Klöckner zwar eine exzellente musikalische Ausbildung, aber das Geschäftliche und die Marketing-Aspekte dahinter muss sich jeder selbst nebenbei aneignen. „Ich hatte nur mal einen Zwei-Tage-Crash-Kurs, in dem es um Dinge wie die Künstler-Sozialkasse oder die GEMA ging", sagt der gebürtige Frankenberger.

Noch dieses Jahr will Timo Klöckner sein Studium abschließen – und zwar als Diplom-Gitarrist für Jazz- und Popularmusik. Seit Kurzem lebt er in Berlin, um dort neue Kontakte zu knüpfen. „Die Leipziger Szene ist nicht unendlich groß, ich wollte noch mal einen Schritt nach vorne gehen", erklärt der 25-Jährige.

Um finanziell über die Runden zu kommen, will sich Klöckner in Berlin nach dem Studium aber auch noch einen Nebenjob suchen. „Vielleicht als Fahrer", überlegt er. Vielleicht bringen Stefan Raab und dessen Show Timo Klöckner und seiner Band allerdings auch den Durchbruch. Das Glück des Tüchtigen gehört im Musikgeschäft eben auch dazu.

Timo Klöckner spielt bei „TV Total"


Ehemaliger Frankenberger ist mit Erfurter Band beim „Bundesvision Song Contest" von Stefan Raab dabei


Glücklich und zufrieden über das starke Ergebnis zeigte sich Timo Klöckner im Gespräch mit der WLZ-FZ. Und doch sieht der Gitarrist diesen Erfolg für seine Band zunächst nüchtern: „Bei unserer Tour wird sich zeigen, ob die Leute tatsächlich auch zu unseren Konzerten kommen." Ab März ist die Band mit ihrer „Electro-Chanson-Pop-Romantik"-Musik in ganz Deutschland unterwegs. Der ehemalige Edertalschüler Timo Klöckner (Abitur 2003) ist schon voller Vorfreude.
Auftritt „unspektakulär"
Den Auftritt zur besten Sendezeit bei ProSieben hat er selbst als „unspektakulär" empfunden – zumal nur der Gesang live gewesen sei, die Band habe mit Playback gespielt. Auch mit den Kameras ist Klöckner gut klargekommen. „Das war nicht so krass, dass man sich irgendwie verstellen musste", sagte der Gitarrist und Student der Leipziger Musikhochschule.
Wer den „Bundesvision Song Contest" gewinnen würde, stand nicht nur aus Timo Klöckners Sicht bereits vorher fest: Peter Fox sicherte sich den ersten Platz vor „Polarkreis 18" und „Rage".

Und wie ist es gewesen, mit den Größen der deutschen Musikszene eine After-Show-Party zu feiern? „Die Stimmung war sehr angenehm", berichtete Klöckner. Zwischen verschiedenen Bands gebe es Bekanntschaften. „Das war wirklich alles sehr locker."

Klöckners Band „Chapeau Claque" war mit ihrer aktuellen Single „Pandora kiss Miss Tragedy" angetreten. In dem Song geht es laut Sängerin Maria Antonia Schmidt darum, „wie man das Drama des Lebens meistern sollte". Verschiedene Radiosender spielen den Titel bereits regelmäßig. Vor allem aber durch den Fernsehauftritt beim „Bundesvision Song Contest" erhoffen sich Klöckner und seine Bandkollegen neue Bekanntheit.
www.chapeauclaque.net

ZUR PERSON


Gitarrist Timo Klöckner

(jos). Als 13-Jähriger hat Timo Klöckner erstmals eine Gitarre in der Hand gehalten. Damals hat er mit einem Kumpel in dessen Keller in Friedrichshausen musiziert – Tobias Himmelmann am Schlagzeug, dessen Vater am Bass und Timo Klöckner schmetterten gemeinsam den „Nirvana"-Kracher „Smells like teen spirit".

Klöckner erhielt bei der Frankenberger Musikschule Gitarren-Unterricht, sein erster Lehrer war Jörg Pfeil, der mittlerweile in Afrika lebt. Auch das Akkordeon erlernte er bei der Musikschule, Lehrer auf diesem Instrument war Johannes Lechmann. Bei einigen Stücken spielt Klöckner mit seiner Band „Chapeau Claque" auch das Akkordeon.

Erste Band-Erfahrungen sammelte Timo Klöckner in der Rock-AG der Edertalschule. Sein Mentor war dort Dr. Peter Hassel. Doch nicht nur Rock und Pop brachte Klöckner mit seinen damaligen Mitstreitern auf die Bühne: Er legte auch den Grundstein für eine Latin-Jazz-AG an dem Gymnasium.

Im Jahr 2003 hat Klöckner die Edertalschule mit dem Abitur verlassen. Nach seinem Zivildienst im Frankenberger Kreiskrankenhaus zog der Gitarrist nach Leipzig, um an der dortigen Musikhochschule zu studieren. In Leipzig ist Klöckner gern gesehener Gast bei Jazz-Sessions, er spielt(e) aber in verschiedenen Bands auch Rock, Pop, Dance, Metal, Drum ’n’ Bass und Weltmusik.
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