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Frankenberg. Fleiß ist wichtig in seinem Metier, sagt Gitarrist Timo Klöckner. Doch hin und wieder komme es auch darauf an, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Nächsten Mittwoch spielt der gebürtige Frankenberger mit seiner Band „Chapeau Claque" bei „TV Total". ProSieben-Moderator Stefan Raab hat in seiner Sendung zum „Bundesvision Song Contest" aufgerufen.
Der Band-Contest des TV-Klamauk-Königs gilt als eine der meist beachteten und wichtigsten Musik-Shows im deutschen Fernsehen. Deshalb treten neben neuen Bands wie „Chapeau Claque" auch renommierte Künstler und Gruppen wie Jan Delay, Peter Fox oder „Deichkind" in den Sendungen auf. Aus allen 16 deutschen Bundesländern geht jeweils ein Interpret an den Start.
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„Chapeau Claque" vertritt mit dem ehemaligen Frankenberger Timo Klöckner an der Gitarre das hessische Nachbarbundesland Thüringen, die Mitglieder der Band kommen hauptsächlich aus dem Erfurter Raum.
„Klapp-Zylinder"
Electro-Chanson-Pop-Romantik nennen die Mitglieder von „Chapeau Claque" ihre Musik. Der Bandname ist französisch und bedeutet nicht mehr und nicht weniger als Klapp-Zylinder in Anlehnung an die Hüte von Zauberern. „Daraus kann man verschiedene Geschichten ableiten", erklärt Timo Klöckner. Unter anderem soll der Name auch einen Anspruch der Band beschreiben. Danach wollen die Musiker nämlich weit mehr als nur weiße Kaninchen hervorzaubern und stattdessen den Zuhörern eine große stilistische Vielfalt bieten.
„Es ist nicht das abgeklärte Pop-Ding", beschreibt Klöckner. Vielmehr sei es verspielte Musik, die die Band komponiert. Im Februar 2007 ist der 25-Jährige Mitglied der Gruppe um Frontfrau Maria Antonia (22) alias „Mademoiselle Chapeau" geworden. Die weiteren Musiker sind Peer Kleinschmidt (26/Tasten), Jörg Wähner (28/Drums) und Tim Schäfer (26/Bass). Sie alle sind Absolventen der Leipziger Musikhochschule, an der Timo Klöckner derzeit noch studiert. Über die Uni hat auch er den Kontakt zu der Band geknüpft.
Ab nächsten Montag werden in den täglichen Sendungen von Stefan Raab die teilnehmenden Bands vorgestellt, am Mittwoch ist dann auch Timo Klöckner mit „Chapeau Claque" zu Gast im „TV Total"-Studio. „Wir spielen live in der Sendung", erklärt der Gitarrist, der bescheiden wie eh und je nicht im Mittelpunkt stehen will.
Am 13. Februar soll die Entscheidung fallen: Dann spielen alle Bands in Potsdam und die Fernsehzuschauer stimmen ab, wer den „Bundesvision Song Contest 2009" gewinnt. Die Show wird zwar live übertragen, die Musik allerdings nicht live gespielt. „Nur der Gesang ist live, die Instrumente kommen aus der Konserve", erläutert Klöckner. Für den Vollblut-Musiker ist das eine ganz neue Erfahrung.
Videos analysieren
Demnächst sollen Proben von „Chapeau Claque" gefilmt werden. „Dann analysieren wir hinterher, wie wir rüberkommen", berichtet der Gitarrist. Er findet es sehr spannend, einen Einblick in die Medienwelt zu bekommen, in der die Vermarktung in den Vordergrund rückt. An der Musikhochschule in Leipzig genießt Klöckner zwar eine exzellente musikalische Ausbildung, aber das Geschäftliche und die Marketing-Aspekte dahinter muss sich jeder selbst nebenbei aneignen. „Ich hatte nur mal einen Zwei-Tage-Crash-Kurs, in dem es um Dinge wie die Künstler-Sozialkasse oder die GEMA ging", sagt der gebürtige Frankenberger.
Noch dieses Jahr will Timo Klöckner sein Studium abschließen und zwar als Diplom-Gitarrist für Jazz- und Popularmusik. Seit Kurzem lebt er in Berlin, um dort neue Kontakte zu knüpfen. „Die Leipziger Szene ist nicht unendlich groß, ich wollte noch mal einen Schritt nach vorne gehen", erklärt der 25-Jährige.
Um finanziell über die Runden zu kommen, will sich Klöckner in Berlin nach dem Studium aber auch noch einen Nebenjob suchen. „Vielleicht als Fahrer", überlegt er. Vielleicht bringen Stefan Raab und dessen Show Timo Klöckner und seiner Band allerdings auch den Durchbruch. Das Glück des Tüchtigen gehört im Musikgeschäft eben auch dazu.
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