Gestalter des Monats


Kreativer Regisseur und Ideengeber

Bad Arolsen-Mengeringhausen (-es-). Nach 15 Jahren als künstlerischer Leiter und Regisseur des Theatervereins „Statt-Theater" hat sich Andreas Müller für ein völlig neues Leben als Bruder in der Benediktinerabtei Königsmünster im Kloster Meschede entschieden.

Der engagierte Erzieher am Kindergarten Twiste und frühere Kirchenvorsteher in der evangelischen Kirchengemeinde Mengeringhausen hat sich mit 36 Jahren und nach vielen Begegnungen mit den Benediktinern und reiflicher Überlegung zu einem Übertritt in die katholische Kirche und zum Eintritt in die Mönchsgemeinschaft entschlossen.
Der über Jahre engagierte Theatermacher Andreas Müller hat sich ins Kloster verabschiedet. Das Foto zeigt ihn in der Rolle des Mengeringhäuser Pfarrers und Kirchenmusikers Philipp Nicolai. (Foto: -es-)
Vor der Abschiedsfeier im Statt-Theater-Laden hatte Müller mit seinen Freunden eine letzte Aufführung des Historienstücks „Wachet auf, ruft uns die Stimme" über Leben und Werk des weltberühmten Mengeringhäuser Pfarrers und Kirchenmusikers Philipp Nicolai gegeben. 15 Jahre lang hat Müller das Theater mitgeprägt und Meilensteine in der regionalen Theatergeschichte gesetzt. Unvergessen sind seine Inszenierungen von Altberliner Schwänken und Märchenstücken. Zu den Höhepunkten seiner kreativen Arbeit gehörten jedoch die Kooperationen mit dem Berliner Grips-Theater bei der „Linie 1" und dem „Rotkäppchen-Report".

Das Statt-Theater wurde von einer Gruppe theaterbegeisterter Mengeringhäuser nach dem Freischießen 1993 mit zunächst 17 Mitgliedern aus der Taufe gehoben. Heute zählt der Theaterverein 278 Mitglieder. Für theaterinteressierte Jugendliche wurde das Jugendensemble „12 plus" ins Leben gerufen.

Auch nach Müllers Abschied ins Kloster geht die Theaterarbeit in Mengeringhausen weiter: Das von ihm über Jahre aufgebaute Regieteam setzt seine Arbeit fort.

Abschied von Bruder Andreas


Der langjährige Ideengeber des Statt-Theaters, Andreas Müller, geht ins Kloster

Arolsen-Mengeringhausen (-es-). „Man geht niemals so ganz", zitierte Andreas Müller die Kölner Volksschauspielerin Trude Herr bei dem für ihn organisierten Abschiedsempfang im Statt-Theater-Laden
Nach 15 Jahren als künstlerischer Leiter und Regisseur des Theatervereins „Statt-Theater" hat sich Müller für ein völlig neues Leben als Bruder in der Benediktinerabtei Königsmünster im Kloster Meschede entschieden.

Der engagierte Erzieher am Kindergarten Twiste und frühere Kirchenvorsteher in der evangelischen Kirchengemeinde Mengeringhausen hat sich mit 36 Jahren und nach vielen Begegnungen mit den
Schlussbild des Historienstücks „Wachet auf, ruft uns die Stimme" mit Andreas Müller in der Rolle des Pfarrers Philipp Nicolai. (Foto: -es-)
Benediktinern und reiflicher Überlegung zu einem Übertritt in die katholische Kirche und zum Eintritt in die Mönchsgemeinschaft entschlossen.

Bei der herzlichen Abschiedsfeier im Statt-Theater-Laden sagte Müller Dank für „15 kreaktive Jahre". Zweiflern an seiner Entscheidung rief er zu: „Im Kloster auf Zeit hat es peng gemacht. Ich fühle mich da sehr gut aufgehoben. Ich mache mich jetzt als Gottsucher auf den Weg." Ausdrücklich dankte Bruder Müller seinen Eltern, seiner Familie und seinen Freunden und freute sich, dass zum Abschied Vertreter der Kirchengemeinden Twiste und Mengeringhausen ebenso gekommen waren wie die Mitwirkenden der Freilichtbühne Twiste und des Statt-Theaters.
Zuvor hatte Müller mit seinen Freunden vom Statt-Theater eine letzte Aufführung des Historienstücks „Wachet auf, ruft uns die Stimme" über Leben und Werk des weltberühmten Mengeringhäuser Pfarrers und Kirchenmusikers Philipp Nicolai gegeben.

Mit bewegter Stimme stellte Statt-Theater-Vorsitzender Dr. Norbert Wirtz nach den letzten Klängen von Nicolais berühmtem Kirchenlied fest: „Das ist auch für uns sehr bewegend. 15 Jahre lang hat Andreas das Theater geprägt und uns seine Begabung geschenkt. Aber er wird das Statt-Theater nicht ganz verlassen, sondern auf andere Weise weiter begleiten. Das Statt-Theater wird sich anders entwickeln."

Beim anschließenden Empfang im Theater-Laden erinnerten Dr. Wirtz und sein Stellvertreter Martin Hock an viele schöne Begebenheiten und gingen auch auf die inhaltlichen Auseinandersetzungen ein, die bei der Erarbeitung der vielen Stücke ausgetragen wurden.
Das Statt-Theater wurde von einer Gruppe theaterbegeisterter Mengeringhäuser nach dem Freischießen 1993 mit zunächst 17 Mitgliedern aus der Taufe gehoben. Heute zählt der Theaterverein 278 Mitglieder.

Nach den Inszenierungen von Altberliner Schwänken wagte sich das Ensemble an immer anspruchsvollere Stücke heran. Unvergessen sind die Kooperationen mit dem Berliner Grips-Theater bei der „Linie 1" und dem „Rotkäppchen-Report".

Einladungen zu Gastauftritten von Kassel und bis nach Dresden belegen die hohe Qualität der Inszenierungen von Andreas Müller und seinem kreativen Regieteam, das nun die Theaterarbeit fortsetzen wird.

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