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Bad Wildungen. Seit Jahrzehnten fördert
sie Talente, und seit Jahrzehnten sammeln diese Talente Bestleistungen und Titel. Erika Keller erhielt bei einer Feierstunde im Wildunger Rathaus das Bundesverdienstkreuz.
Sie ist die Mutter der Leichtathletiksparte des TV Friedrichstein, die sie 1958 gegründet hat. Einer ihrer Schützlinge im Lauf der vergangenen 50 Jahre war der aktuelle Wildunger Bürgermeister Volker Zimmermann. „Sie haben Großes geleistet und erreicht", bescheinigte er seiner früheren Trainerin. Erika Keller habe viele junge Leute trainiert und menschlich geführt.
„Sie haben ihnen Fairness im Umgang mit anderen vermittelt." Zimmermann lernte Erika Keller in seiner aktiven Leichtathletikzeit als Trainerin von hoher fachlicher Kompetenz kennen, die eine klare Linie verfolgt:
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(Von links) TVF-Vorsitzender Wolfgang Winter, Erster Kreisbeigeordneter Peter Niederstraßer, Bürgermeister Volker Zimmermann und Peter Wendt vom Hessischen Leichtathletikverband gratulierten Erika Keller zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.Foto: Christina Böhle
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„Sie hat Regeln aufgestellt, die auch eingehalten werden mussten."
An dieser Stelle hakte Wolfgang Winter ein, Vorsitzender des TV Friedrichstein: „Mit Zielstrebigkeit und Weitsicht hast du die Leichtathletikabteilung nach vorne gebracht. Du wusstest immer genau, was und wie du es wolltest, damit die Sache ein Erfolg wird." Erika Keller habe dabei immer die Interessen des Vereins im Auge behalten. Dieser Einsatz sei mit persönlichem Verzicht verbunden gewesen, umso mehr, als sie in unterschiedlichen Gremien den TVF bestens vertreten habe: „Wir können stolz darauf sein, eine solche Persönlichkeit quasi als Botschafterin des TVF in unseren Reihen zu haben." Winter versteht die Ehrung nicht allein als Anerkennung, sondern auch als Ansporn für Erika Keller, weiterhin „auf die Geschicke der Leichtathletikabteilung einzuwirken."
Erster Kreisbeigeordneter Peter Niederstraßer überreichte den Orden und listete die vielen Einsatzfelder und Erfolge Erika Kellers auf. Von der Gründung der Leichtathletikabteilung bis 1977 war sie deren Leiterin und setzt sich bis heute als ehrenamtliche Trainerin für die jungen Sportlerinnen und Sportler ein. Sie besitzt die Übungsleiterlizenz des Landessportbundes, die C-Trainer-Lizenz des Hessischen Leichtathletikverbandes und die Kampfrichterlizenz.
Erika Keller gehört dem Ausschuss für Leistungssport des Hessischen Leichtathletikverbandes seit 2003 an und übernahm vor zwei Jahren einen Lehrauftrag für Talentförderung in ihrem Sport an den heimischen Schulen.
Erika Kellers Schützlinge errangen viele Titel von Hessen- bis zu Weltmeisterschaften. Die erste in der langen Reihe der erfolgreichsten TVF-Leichtathleten war Elisabeth Nasemann, die sich 1966 den Landestitel im Fünfkampf der B-Jugend sicherte. Sebastian Schäfer wurde 2004 süddeutscher Meister über 400 Meter Hürden, Europameister mit der Staffel der U 20 ein Jahr darauf. Heinrich Hecker sammelte über 100 Meter 1973 bis 1975 drei deutsche Meistertitel.
„Ihr größter Erfolg ist aber unbestreitbar Carolin Schäfer, die es als jüngste Starterin zur Weltmeisterin im Siebenkampf der U 20 gebracht hat", unterstrich Niederstraßer. Zahlreiche Ehrungen wurden Erika Keller in den vergangenen Jahren schon zuteil, denen der Bundesverdienstorden nun die Krone aufsetzt. Niederstraßer: „Es sind Persönlichkeiten wie Sie, die unser Land braucht."(su)
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