Einsteiger des Monats: Dr. Reinhard Kubat


Überraschender Sieg für Kubat


Waldeck-Frankenberg. Noch Anfang des Jahres, als der Frankenauer Bürgermeister Dr. Reinhard Kubat bei der SPD ins Boot stieg, glaubte er wohl selbst höchstens an eine achtbare Niederlage: Die SPD steckte noch tief im Desaster ihrer verlorenen Landtagswahl. Doch dann schaffte Kubat am 5. Juli im Wettbewerb mit Friedrich und Linken-Kandidatin Heidemarie Boulnois den Einzug in die Stichwahl.

Und am 19. Juli wendeten die Wähler in Waldeck-Frankenberg das Blatt deutlich zugunsten Kubats: 54,3 Prozent für den von SPD und Grünen getragenen Kandidaten, 45,7 Prozent für seinen Konkurrenten Klaus Friedrich, der zunächst als großer Favorit gehandelt wurde und im ersten Durchgang am 5. Juli mit 49,7 Prozent nur denkbar knapp an der absoluten Mehrheit gescheitert war.

Ein begeisterter Empfang wurde dem designierten Landrat noch am Wahlabend in der Kellerwaldhalle bereitet.
Dr. Reinhard Kubat reckt die Arme zum Wahlsieg. Archiv-Foto: nv
Mit einem langen Spalier und Böllerschüssen begrüßten ihn die Frankenauer. Mit einer ausgelassenen Party feierte der 51-Jährige und seine Gratulanten anschließend den Wahlsieg bis in die frühen Morgenstunden.

Im Januar 2010 wird Kubat sein neues Amt antreten. Mit allen Seiten reden, auch auf die zugehen, die seine Kandidatur nicht unterstützt haben, das ist sein selbsterklärtes Ziel. Eine „Kultur des Miteinanders" soll die Ära Kubat kennzeichnen.(lb)
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Reinhard Kubat hat’s geschafft


Landratswahl: Frankenauer Bürgermeister wird Nachfolger von Helmut Eichenlaub


Waldeck-Frankenberg. 54,3 Prozent für Dr. Reinhard Kubat (SPD, Grüne), 45,7 Prozent für Klaus Friedrich: Das Ergebnis der Landratswahl fiel deutlich aus. Kubat wird am 1. Januar 2010 Nachfolger von Helmut Eichenlaub (CDU).

Der Jubel im Kreishaus gestern gegen 19 Uhr glich eher dem Ende eines Fußballspiels. Etwa so, als wenn der Club aus Nürnberg im Derby gegen die Bayern aus München gewonnen hätte. Noch Anfang des Jahres, als der Frankenauer Bürgermeister Dr. Reinhard Kubat bei der SPD ins Boot stieg, glaubte er wohl selbst höchstens an eine achtbare Niederlage. Die SPD steckte noch tief im Desaster ihrer verlorenen Landtagswahl.
Einen solchen Jubel haben SPD und Grüne lange nicht erlebt: Ihr Kandidat Dr. Reinhard Kubat (r.) reckt die Arme zum Wahlsieg. Foto: nv
Doch dann schaffte Kubat am 5. Juli im Wettbewerb mit Friedrich und Linken-Kandidatin Heidemarie Boulnois den Einzug in die Stichwahl. Und gestern wendeten die Wähler in Waldeck-Frankenberg das Blatt deutlich zugunsten Kubats. Die SPD-Wahlkämpfer feierten denn auch Kubats Wahlsieg wie einen Triumph, und die Frankenauer bescherten ihrem baldigen Ex-Bürgermeister eine fröhliche Heimkehr. Konkurrent Klaus Friedrich, der zunächst als großer Favorit gehandelt wurde, erlebte zugleich wohl seine schwerste politische Stunde. Erstmals hat der Korbacher Bürgermeister eine Direktwahl verloren – obwohl er im ersten Durchgang am 5. Juli mit 49,7 Prozent nur denkbar knapp an der absoluten Mehrheit gescheitert war.

Offensichtlich waren es vor allem Fehler im Wahlkampf der letzten zwei Wochen, die Friedrich in allen 22 Gemeinden des Landkreises spürbar Stimmen kosteten. Dennoch nahm der Korbacher Rathauschef seine Niederlage gestern äußerlich ruhig und professionell: Gratulation an Kubat, keinerlei Ressentiments. Für Friedrich gilt es nun, im Korbacher Rathaus wieder in Tritt zu kommen. Derweil wird sich Kubat alsbald auf seine neue Aufgabe als Landrat vorbereiten. Einfach wird der Auftakt für Kubat im Kreishaus nicht. Immerhin muss sich der SPD-Kandidat auf dem Chefsessel künftig mit einer Mehrheit aus CDU, FWG und FDP im Kreistag auseinandersetzen.)

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