Gestalter des Monats: Dr. Klaus Waskowiak


Unermüdlicher Einsatz für das Rathaus


Frankenberg. In einer großen Gemeinschaftsleistung haben die Frankenberger Bürger vor 500 Jahren ihr Rathaus erbaut. Zum Jubiläum hat Bürgermeister Christian Engelhardt auch die dringend notwendige Sanierung des Frankenberger Wahrzeichens zu einer Gemeinschaftsaktion erklärt. Bereits im November 2007 ist auf Engelhardts Initiative der Verein „Lebendige Altstadt" gegründet worden.

Viele Ehrenamtliche haben sich seitdem darum bemüht, Spenden für die Sanierung zu sammeln. An vorderster Front stand dabei von Beginn an der zweite Vorsitzende des Vereins, Dr. Klaus Waskowiak. Unermüdlich hat er sich für die Spendenaktion eingesetzt, durch die bislang insgesamt mehr als 210 000 Euro zusammengekommen sind. Weil Waskowiak in der Stadt ein hohes Ansehen genießt und viele Kontakte hat, war er für den Verein gerade bei vielen Firmen eine Art „Türöffner". Waskowiak habe ganz besonderes Engagement gezeigt, betont Bürgermeister Engelhardt. „Er hat sich sehr viel Zeit genommen, den Spendern das Anliegen nahe zu bringen", sagt der Verwaltungschef. Ein Großteil der Spenden gehe auf Waskowiaks Einsatz zurück.
Dr. Klaus Waskowiak hat die Spendenaktion für die Rathaussanierung durch seinen Einsatz maßgeblich vorangetrieben.Fotos: Hörl/Fuhr
Bevor das Spendengeld zum Einsatz kommt, haben die Frankenberger mit mehreren tausend Gästen im Juli ihr Rathausjubiläum erst einmal mit einem Stadtfest gefeiert. Ausgelassen war die Stimmung – immerhin ist die Finanzierung der voraussichtlich rund 650 000 Euro teuren Sanierung gesichert. Weil das ein Verdienst von Dr. Klaus Waskowiak ist, ist er der „Gestalter des Monats".(jos)

Kontostand steigt auf 81 000 Euro


Heiztechnikunternehmen Viessmann spendet 25 000 Euro für die Sanierung des Frankenberger Rathauses


Frankenberg (jos). Auf dem Spendenkonto für die Sanierung des Frankenberger Rathauses tut sich was: 25 000 Euro hat das Heiztechnik-Unternehmen Viessmann gestern durch sein Verwaltungsratsmitglied Klaus Gantner übergeben. Damit sind laut Klaus Waskowiak vom Verein Lebendige Altstadt bis jetzt 81 000 Euro zusammengekommen.

Insgesamt sind für die Sanierung des zehntürmigen Rathauses Kosten in Höhe von über 600 000 Euro veranschlagt. Zwar ist mit Fördermitteln von Bund und Land zu rechnen – doch das Ziel von Bürgermeister Christian Engelhardt und dem speziell für die Rathaus-Sanierung gegründeten Verein Lebendige Altstadt ist es, einen möglichst großen Teil der Gesamtsumme durch Spenden aufzubringen.

Während der Spenden-Marathon in Frankenberg aus Sicht der Verantwortlichen bestens läuft, stellt sich die prekäre Situation in Wiesbaden derzeit als ein Problem dar:
Große Freude über eine große Spende: Viessmann-Verwaltungsratsmitglied Klaus Gantner (links) übergab den Scheck des Allendorfer Heiztechnikunternehmens in Höhe von 25 000 Euro an Bürgermeister Christian Engelhardt und Klaus Waskowiak vom Verein Lebendige Altstadt, der speziell für das Projekt Rathaus-Sanierung in Frankenberg gegründet worden war.(Foto: jos)
Denn die geschäftsführende CDU-Landesregierung hat keine Mehrheit im Parlament, das den Landeshaushalt verabschiedet. Und solange kein Haushalt verabschiedet ist, fließen auch keine Zuschüsse. „Das bedeutet, dass wir in unserem Zeitplan völlig davon abhängig sind, wann das Land Hessen diese Misere überwunden hat", betonte Engelhardt. Dennoch ist er optimistisch, dass das Rathaus zu seinem im nächsten Sommer geplanten Jubiläumsfest in neuem Glanz erstrahlt.

Rechtzeitig zum 500-jährigen Bestehen des Frankenberger Wahrzeichens soll es wie bereits im April dieses Jahres berichtet auch eine Sonder-Briefmarke geben, die die Post bundesweit vertreiben will. Wie die Marke aussehen wird, ist laut Engelhardt noch ein streng gehütetes Geheimnis. Doch der Verwaltungschef hat die Entwürfe schon gesehen. Gegenüber der FZ betonte Engelhardt gestern, dass in dem Marken-Set auch ein Text über die Stadt Frankenberg erscheine. „Das wird dazu beitragen, dass Frankenberg als touristisches Ziel bekannter wird", ist sich der Bürgermeister sicher.

Neben den Chancen der Vermarktung Frankenbergs durch das Denkmal in der Altstadt hofft Engelhardt aber vor allen Dingen darauf, dass das Rathaus-Jubiläum zu einem Fest der Bürger dieser Region wird. „Das Rathaus verkörpert die Verbundenheit der Menschen in der Region mit ihrer Geschichte", sagte Engelhardt. Dadurch, dass sich die Bürger selber an der Sanierung beteiligen würden, erhalte das Rathaus eine neue Bedeutung. Dass neben Privatpersonen auch die heimischen Firmen spenden, bezeichnet Engelhardt als Bekenntnis der Unternehmer zur Region.

Genauso will auch Klaus Gantner die Spende von Viessmann verstanden wissen. „Unser Haus fühlt sich als größter Arbeitgeber und Familienunternehmen der Region verbunden", betonte das Verwaltungsratsmitglied. Das hätten nicht nur die jüngsten Investitionen am Unternehmensstandort Allendorf gezeigt. Auch die Förderung von Sport und Kultur in der Region seien Bekenntnisse zum Frankenberger Land.

Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Klaus Waskowiak, der durch eine Operation derzeit mit Krücken geht, kommentierte die 25 000-Euro-Spende der Firma Viessmann augenzwinkernd: „Das war ein erfreulicher Nachmittag, der meinen Heilungsprozess sicherlich fördern wird."

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