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Frankenberg (jos). Auf dem Spendenkonto für die Sanierung des Frankenberger Rathauses tut sich was: 25 000 Euro hat das Heiztechnik-Unternehmen Viessmann gestern durch sein Verwaltungsratsmitglied Klaus Gantner übergeben. Damit sind laut Klaus Waskowiak vom Verein Lebendige Altstadt bis jetzt 81 000 Euro zusammengekommen.
Insgesamt sind für die Sanierung des zehntürmigen Rathauses Kosten in Höhe von über 600 000 Euro veranschlagt. Zwar ist mit Fördermitteln von Bund und Land zu rechnen doch das Ziel von Bürgermeister Christian Engelhardt und dem speziell für die Rathaus-Sanierung gegründeten Verein Lebendige Altstadt ist es, einen möglichst großen Teil der Gesamtsumme durch Spenden aufzubringen.
Während der Spenden-Marathon in Frankenberg aus Sicht der Verantwortlichen bestens läuft, stellt sich die prekäre Situation in Wiesbaden derzeit als ein Problem dar:
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Denn die geschäftsführende CDU-Landesregierung hat keine Mehrheit im Parlament, das den Landeshaushalt verabschiedet. Und solange kein Haushalt verabschiedet ist, fließen auch keine Zuschüsse. „Das bedeutet, dass wir in unserem Zeitplan völlig davon abhängig sind, wann das Land Hessen diese Misere überwunden hat", betonte Engelhardt. Dennoch ist er optimistisch, dass das Rathaus zu seinem im nächsten Sommer geplanten Jubiläumsfest in neuem Glanz erstrahlt.
Rechtzeitig zum 500-jährigen Bestehen des Frankenberger Wahrzeichens soll es wie bereits im April dieses Jahres berichtet auch eine Sonder-Briefmarke geben, die die Post bundesweit vertreiben will. Wie die Marke aussehen wird, ist laut Engelhardt noch ein streng gehütetes Geheimnis. Doch der Verwaltungschef hat die Entwürfe schon gesehen. Gegenüber der FZ betonte Engelhardt gestern, dass in dem Marken-Set auch ein Text über die Stadt Frankenberg erscheine. „Das wird dazu beitragen, dass Frankenberg als touristisches Ziel bekannter wird", ist sich der Bürgermeister sicher.
Neben den Chancen der Vermarktung Frankenbergs durch das Denkmal in der Altstadt hofft Engelhardt aber vor allen Dingen darauf, dass das Rathaus-Jubiläum zu einem Fest der Bürger dieser Region wird. „Das Rathaus verkörpert die Verbundenheit der Menschen in der Region mit ihrer Geschichte", sagte Engelhardt. Dadurch, dass sich die Bürger selber an der Sanierung beteiligen würden, erhalte das Rathaus eine neue Bedeutung. Dass neben Privatpersonen auch die heimischen Firmen spenden, bezeichnet Engelhardt als Bekenntnis der Unternehmer zur Region.
Genauso will auch Klaus Gantner die Spende von Viessmann verstanden wissen. „Unser Haus fühlt sich als größter Arbeitgeber und Familienunternehmen der Region verbunden", betonte das Verwaltungsratsmitglied. Das hätten nicht nur die jüngsten Investitionen am Unternehmensstandort Allendorf gezeigt. Auch die Förderung von Sport und Kultur in der Region seien Bekenntnisse zum Frankenberger Land.
Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Klaus Waskowiak, der durch eine Operation derzeit mit Krücken geht, kommentierte die 25 000-Euro-Spende der Firma Viessmann augenzwinkernd: „Das war ein erfreulicher Nachmittag, der meinen Heilungsprozess sicherlich fördern wird."
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