Vorbild des Monats: Pfarrer i. R. Wolfgang Köster


Seit 50 Jahren auf der Kanzel


Frankenberg. Seit fünf Jahrzehnten verkündet Pfarrer i. R. Wolfgang Köster Gottes Wort mit Leidenschaft und mit Überzeugungskraft. Seine erste Predigt in der Frankenberger Liebfrauenkirche hielt er am 7. Juni 1959 als Vikar; sein „Lehrmeister" war damals Pfarrer Schleiter.

Wolfgang Köster war unter anderem Pfarrer in Rosenthal und in Treysa. Danach kehrte er nach Frankenberg zurück und tat Dienst als „Springer" in diversen Kirchengemeinden des Frankenberger und Waldecker Landes.

Im September 1990 wurde er von Dekan Rudolf Jockel und Pröpstin Elisabeth Schönborn verabschiedet.
Pfarrer i. R. Wolfgang Köster steht seit 50 Jahren auf der Kanzel.
Seinen Lebensabend verbringt Köster in Frankenberg – und spricht noch regelmäßig zur Gemeinde.

Während seines Jubiläums-Gottesdienstes Mitte Juni versicherte er: „Auch lange Jahre nach meiner Versetzung in den Ruhestand bin ich noch gerne Diener der Gemeinde." In seiner Predigt ging er, der seit jeher frei und „ohne schriftliches Konzept, aber nicht konzeptionslos" spricht, auf Gottes Liebe zu uns Menschen ein. Liebe werde heute oft zu einer „Worthülse ohne Inhalt". Für Christen sei das Kreuz das äußerliche Zeichen der Liebe Gottes: „Wir müssen keine Klimmzüge machen, denn Gott nimmt uns so, wie wir sind. Er erfüllt zwar nicht unsere Wünsche, aber er erfüllt seine Verheißung." (r)


Köster seit 50 Jahren auf der Kanzel


76-jähriger Frankenberger Seelsorger will weiterhin gern „Diener der Gemeinde" sein


Seit fünf Jahrzehnten verkündet Pfarrer i. R. Wolfgang Köster Gottes Wort mit Leidenschaft und Überzeugungskraft.

Frankenberg. Seine erste Predigt in der Liebfrauenkirche hielt Köster am 7. Juni 1959 als Vikar; sein „Lehrmeister" war damals Pfarrer Schleiter. Am vergangenen Sonntag erinnerte der heute 76-jährige Geistliche an jene Zeit.

Damals hatte die Kanzel der Liebfrauenkirche noch eine steinerne „Schalldecke" mit einem dicken Vorhang in Richtung Chorraum: „Damit das gesprochene Wort auch tatsächlich ins Kirchenschiff gelangte, musste ich auf Geheiß von Pfarrer Schleiter laut, langsam und deutlich sprechen." Inzwischen gibt es längst eine Lautsprecheranlage.
Pfarrer Wolfgang Köster mit Lektorin Ursula Wolff und Küster Wilfried Koch, der bei ihm den Konfirmandenunterricht besuchte.
Die größte Veränderung hatte sich aber am 15. Mai 1959 ereignet: Ab sofort gab es in der Stadt Frankenberg nur noch eine evangelische Kirchengemeinde. Die Evangelisch-Lutherische Gemeinde mit „Sitz" in der Liebfrauenkirche und die Evangelisch-Reformierte Gemeinde in der kleinen bescheidenen Reformierten Kirche fusionierten.

Bereits im Dezember 1958 hatten die Reformierten (Gründung 1662) und die Lutherischen in getrennten Sitzungen die Fusion einvernehmlich beschlossen. Eine solche Vereinigung gab es schon einmal im Oktober 1817, sie hielt jedoch nur bis Ende 1835. In seiner Jubiläumspredigt ging Pfarrer Köster, der seit jeher frei und „ohne schriftliches Konzept aber nicht konzep- tionslos" spricht, auf Gottes Liebe zu uns Menschen ein. Liebe werde heute oft zu einer „Worthülse ohne Inhalt". Für Christen sei das Kreuz das äußerliche Zeichen der Liebe Gottes: „Wir müssen keine Klimmzüge machen, denn Gott nimmt uns so, wie wir sind. Er erfüllt zwar nicht unsere Wünsche, aber er erfüllt seine Verheißung." Musikalische umrahmt wurde der Gottesdienst von der Flötengruppe unter Eva Jerrentrup und an der Orgel Kai Schöneweiß, der die erkrankte Bezirkskantorin und Organistin Irene Tripp vertrat.

Beim anschließenden Kirchenkaffee gab es Gelegenheit zu vertiefenden Gesprächen über damals und heute, Pfarrer Köster war unter anderem Pfarrer in Rosenthal und in Treysa. Danach kehrte er nach Frankenberg zurück und tat Dienst als „Springer" in diversen Kirchengemeinden des Frankenberger und Waldecker Landes. Im September 1990 wurde er von Dekan Rudolf Jockel und Pröpstin Elisabeth Schönborn verabschiedet. Seinen Lebensabend verbringt Köster in Frankenberg. Der Jubilar versicherte während des gut besuchten Gottesdienstes, auch elf Jahre nach seiner Versetzung in den Ruhestand sei er „gern Diener der Gemeinde".

Wenn Sie noch Fragen oder Kommentare zu "Menschen 2009" haben, schreiben Sie uns:

Waldeckische Landeszeitung
Lengefelder Str. 6
34497 Korbach
oder E-Mail menschen2009@wlz-fz.de

Hinweis: Diese Seite ist ein Service von WLZ-FZ.de · © Design WLZ-FZ.de 2009 · Alle Angaben sind ohne Gewähr! Wir übernehmen keine Verantwortung für den Inhalt verlinkter Seiten!