Vorbild des Monats: Sebastian Steiner


Allroundtalent verblüfft im Abi

Bad Arolsen. Mit seiner brillanten Abiturpräsentation im Fach Informatik hat der aus Braunsen stammende CRS-Schüler Sebastian Steiner seine Lehrer und die staunende Öffentlichkeit verblüfft.

In einem zehnminütigen Kurzvortrag schilderte der Abiturient, wie er im vergangenen Jahr die „Computersteuerung von Prozessen am Beispiel eines Pferdestalls" nicht nur theoretisch erarbeitet und geplant, sondern auch praktisch mithilfe selber angefertigter Minicomputer und Steuerungseinheiten sowie eines Modellstalles in die Wirklichkeit umgesetzt hat.

Die nötigen Schaltungen für die steuernden Elemente, die sogenannten „embedded devices", wurden von Sebastian selber geplant und auf Platinen verlötet.
Der CRS-Abiturient Sebastian Steiner zeigt ein mit einem Sensorchip versehenes Spielzeugpferd und eine selbst geplante, geätzte und gelötete Platine eines Minicomputers. Foto: Elmar Schulten


Könner des Monats: Hans Schneider


Durch Deutschland gewandert


Battenberg. Wenn andere Menschen am Strand liegen, schnürt Hans Schneider die Wanderschuhe: Der Battenberger verbringt seit Jahren seine Urlaube mit Wandern. Und in dieser Zeit hat er ganz Deutschland von Süd nach Nord zu Fuß erkundet. Vom Bodensee bis nach Dänemark führten seine Touren. Mit dem Auto wären das auf der kürzesten Verbindung 976 Kilometer gewesen.

Er wählte aber die Trasse des Europäischen Fernwanderwegs Nr. 1 (E 1) und wanderte so 1770 Kilometer durch viele deutsche Landschaften. Neben der sportlichen Leistung kam es dem langjährigen Mitglied des Gebirgs- und Wandervereins Oberes Edertal darauf an, Eindrücke vom Land und seinen Leuten zu sammeln.
Hans Schneider ist durch Deutschland gewandert.Foto: ied

Gestalter des Monats: Arbeitsguppe für den Odershäuser Jubiläumsfestzug


Plastik war bei ihnen ohne Chance


Bad Wildungen-Odershausen. Die Odershäuser haben zu ihrem 700-jährigen Dorfjubiläum im Mai einen Veranstaltungskanon hingelegt, dem Tausende von Besuchern höchsten Respekt zollten. „Das ist ja wie ein kleiner Hessentag", lautete einer der ungezählten positiven Kommentare – und vielleicht der treffendste. Der unbestrittene Höhepunkt des Ganzen war der stehende Festzug am Sonntag, der das Ende der Festwoche bildete.

Über einen Zeitraum von rund zwei Jahren hatte sich eine sechsköpfige Arbeitsgruppe intensiv mit der Vorbereitung dieses Ereignisses beschäftigt. Als Grundlage konnten diese ehrenamtlich Aktiven unter anderen auf die langjährigen Erfahrungen des Lebendigen Museums zurückgreifen. Das Konzept, mit dem die Mitglieder des Trägervereins seit Jahren großen Erfolg bei Gästen aus nah und fern haben, diente den Organisatorinnen und Organisatoren des stehenden Festzuges als Vorbild:
Die Arbeitsgruppe für den Odershäuser Jubiläumsfestzug bereitete das Ereignis über zwei Jahre vor: hinten, von links, Elvira Haufe, Renate Frese, Heinrich Frese (Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung historischer Landmaschinen und Traktoren), vorne von links, Reiner Lock (Veranstalter, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Dorfgemeinschaft), Susanne Schaumburg, Marita Bredemeier.Foto: pr

Einsteiger des Monats: Lothar Koch


Neu in Burgwald

Burgwald. Raus aus der Battenberger Stadtverwaltung, rein in die Burgwalder Gemeindeverwaltung: Am 1. Mai hat Lothar Koch das Bürgermeisteramt angetreten. Gewählt worden war der hauptberufliche Battenberger Büroleiter und ehrenamtliche Frankenberger Kommunalpolitiker am 30. November.

Der verheiratete Vater zweier Mädchen erreichte das Traumergebnis von 77 Prozent, bei einem Gegenkandidaten sowie bei einer Wahlbeteiligung von 59 Prozent. Kochs Vorgänger Adam Daume hatte nach 18 Jahren nicht mehr für eine weitere Legislaturperiode zur Verfügung gestanden.
Lothar Koch Foto: pr

Stimmungsmacher des Monats: Otmar Fleck


Ein Mann der schönen Töne

Vöhl. Wenn in Vöhl der Ton eines Blasinstrumentes durch die Luft weht, dann hat Otmar Fleck seine Finger im Spiel. Seit über 50 Jahren prägt er das Leben im Vöhler Posaunenchor, gründete schließlich eine eigene Parforcehorn-Bläsergruppe.

Anfang Mai gab der 68-Jährige den Dirigentenstab des Posaunenchores in jüngere Hände. Spielen will er aber weiter. „Wir loben den Herrn mit Posaunen" ist das Motto des Chores und auch das von Ottmar Fleck. Eine Dirigentenschule hat er nie besucht. „Aber mir liegt die Musik im Blut", freut er sich. Inzwischen spielen auch Frau, Kinder und Enkelkinder Blasinstrumente und sind damit Stimmungsmacher im besten Sinne.(resa)
Über 50 Jahre lang hat Ottmar Fleck den Posaunenchor in Vöhl geleitet und auch sonst manch musikalische Spur in der Gemeinde hinterlassen. Anfang Mai feierte er gemeinsam mit seinen Musikern den 100. Geburtstag des Chores.
Foto: Demski

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