Gestalter des Monats: Ideenschmiede in Edertal-Kleinern


Daumen hoch für das Bundesfinale


Edertal-Kleinern. „Lustig Kleinern" ist auf der Überholspur: Das Dorf im Wesetal punktete beim Landesentscheid „Unser Dorf" mit Energie und Einfallsreichtum und wurde in Melsungen als Landessieger 2009 beim 33. Landesentscheid geehrt. Der Hessensieger fiebert bereits dem Bundesfinale im Jahr 2010 entgegen.

Die mittlerweile zehnte Teilnahme des Edertaler Ortsteils am Wettbewerb „Unser Dorf" hat laut Ortsvorsteher Werner Waid das Wir-Gefühl im Dorf deutlich gestärkt und führte zu einer Aufbruchstimmung. Schmunzelnd lässt der Ortsvorsteher wissen, dass die Ideenschmiede für den Bundeswettbewerb längst auf Volldampf laufe. Kleinern ist bekannt als Gastgeber vieler gut besuchter Feste,
Daumen hoch und Ärmel hochkrempeln: Die Ideenschmiede in Kleinern für das Bundesfinale läuft bereits auf Volldampf.Foto: Matthias Schuldt
darunter Almabtrieb, Kartoffelfest und Backhausfest. Insgesamt beteiligten sich 19 Dörfer am Landesentscheid „Unser Dorf". Neben Edertal-Kleinern wurde der Cölber Ortsteil Schönstadt zweiter hessischer Gruppensieger.(höh)


Kleinern fiebert Bundesfinale entgegen


Edertaler Ortsteil als Hessensieger des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft" in Melsungen ausgezeichnet


Wirtschaftsminister Dieter Posch zeichnete die Sieger des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft" in Melsungen aus, darunter der Edertaler Ortsteil Kleinern.

Edertal-Kleinern/Melsungen.
Insgesamt 19 Dörfer beteiligten sich am Landesentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft". Die erfolgreichen Teilnehmer des 33. Landesentscheids wurden am Sonntag in der Stadthalle in Me index.html lsungen geehrt.

Der Dorfwettbewerb gemeinschaftlicher Leistungen hat

mit über 10?000 Teilnehmern in Hessen bereits seit 50 Jahren Tradition. Die beiden Gruppensieger Cölbe-Schönstadt und Edertal-Kleinern nehmen 2010 am Bundesentscheid „Unser Dorf hat Zukunft" teil.
Ortsvorsteher Werner Waid (2. v. r.) dankt Wirtschaftsminister Dieter Posch für die Urkunde. Mit im Bild (von links) Kurt Epting, Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und Bürgermeister Wolfgang Gottschalk.
„Der ländliche Raum darf in den politischen Diskussionen nicht vergessen werden. Hessen besteht nicht nur aus dem Finanzdienstleistungszentrum Frankfurt, sondern aus allen Orten und Regionen", sagte Wirtschaftsminister Dieter Posch. Die hohe Qualität der Beiträge und das große Engagement der Bürger zeige, dass die hessischen Dörfer für die Zukunft gerüstet sind. Zur Überreichung der Urkunden kamen Vertreter aller 19 Orte auf die Bühne.

Ideen schmieden

In seinem Grußwort ging Kleinerns Ortsvorsteher Werner Waid auf die vielen Feste von „Lustig Kleinern" ein. Er erwähnte den Almabtrieb und lud alle Anwesenden zum Kartoffelfest am kommenden Samstag ein. Die mittlerweile schon zehnte Teilnahme habe das Wir-Gefühl im Ort gestärkt und führte zu einer Aufbruchstimmung. Waid kündigte an, dass die Ideenschmiede für den Bundeswettbewerb schon auf „Volldampf" laufe.

Auf Platz eins (mit Dorferneuerung) landete Cölbe-Schönstadt „quasi aus dem Stand heraus", wie es Ortsvorsteherin Carola Carius formulierte. Aufgearbeitete Dorfge-schichte, Rittergut Fleckenbühl und Schloss sowie die vielen Fachwerkhäuser, die Dank der gezielten Förderung herausgeputzt wurden, nannte sie als Gründe für das gute Abschneiden. Für die musikalische Unterhaltung sorgte der Bläserchor 1901 Schönstadt, der schon den Anfang mit „The olympic spirit" passend gewählt hatte. Pfarrer i. R. Ulf Häbel aus Laubach-Freienseen berührte die Gäste mit seinem Bericht aus einem ganz alltäglichen Dorf.

„Menschen in Kontakt bringen, Unterschiedlichkeiten zulassen und akzeptieren" ist seine Devise. „Ein Dorf hat Zukunft, wenn man nach den Menschen fragt", sagte er. Die Jugendtheatergruppe Pfordt brachte mit ihren Sketchen die Gäste zum Lachen. Die Einradgruppe aus Kleinern sowie die „Burgwaldskälwer", eine Trachtengruppe aus Wetter-Oberrosphe, erfreuten die Zuschauer sowohl sportlich als auch tänzerisch.

Ihre Eindrücke vor Ort beschrieb Roswitha Rüschendorf, Vorsitzende der Landesbewertungskommission vom Regierungspräsidium Kassel. „Wir haben Dörfer voller Energie und Tatendrang und darüber hinaus eine herzliche Gastfreundschaft erlebt", sagte sie. Die Veränderungen im dörflichen Alltag habe man sehen und fühlen können. „Für uns haben alle gewonnen." Sieger Gruppe A (mit Dorferneuerung): 1. Cölbe-Schönstadt, Landkreis Marburg-Biedenkopf; 2. Breuberg-Rai-Breitenbach, Odenwaldkreis; 3. Schlitz-Pfordt, Vogelsbergkreis.

Sieger Gruppe B (ohne Dorferneuerung): 1. Edertal-Kleinern, Landkreis Waldeck-Frankenberg; 2. Wetter-Oberrosphe, Landkreis Marburg-Biedenkopf; 3. Bad Sooden-Allendorf-Kleinvach, Werra-Meißner-Kreis .

Die Erstplatzierten erhalten jeweils 5000 Euro, die Zweitplatzierten 3000 und die Drittplatzierten 2000 Euro. Ein Sonderpreis ging an Kalbach-Heubach für herausragende Gemeinschaftsleistungen. Mit einer Urkunde wurde der Förderverein für die Sanierung und Neunutzung der ehemaligen Landessynagoge geehrt.

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