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Korbach. Dem Pfarrer die Möglichkeit geben, sich um die Gemeinde zu kümmern ihn zu entlasten. Das wünschte sich der Korbacher Werner Nagel als Jugendlicher. Den Wunsch setzte er in die Tat um, und sein Engagement von damals hat nie geendet. Noch im Ruhestand engagiert er sich täglich für die Belange der Korbacher Kirchengemeinden.
Werner Nagel nahm nicht nur als Mitglied an der Jungschar teil, sondern fand daran so viel Freude, dass er bald schon selbst einige Jugendgruppen leitete. Auch die Gemeinschaft des Posaunenchores begeisterte ihn schon immer: Seit einem halben Jahrhundert musiziert er im Korbacher Ensemble und freut sich, immer noch mit den anderen Bläsern etwas zu unternehmen.
Nagels ehrenamtlicher Einsatz reicht aber noch über die Jugend- und Musikgruppen hinaus. Im Alter von 27 Jahren trat er dem Kirchenvorstand der Markusgemeinde bei und brachte hier seine beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen als Leiter der Korbacher Stadtwerke mit ein. Tatkräftiges Engagement leistet der heute 67-Jährige auch seit 30 Jahren im Vorstand des Gesamtverbands der Evangelischen Kirchengemeinden in Korbach.
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Hier übernahm er 1989 die Funktion des Vorsitzenden. Neben Erfolgen wie der Renovierung des Kiliansturmes, gab es auch einige Hürden zu nehmen. „Natürlich hat man viel Arbeit, die zu erledigen ist, aber es macht mir trotzdem immer noch Spaß", sagt Nagel. Immer noch gilt es zu verhandeln, zu besprechen und zu vermitteln.
Da es nicht selbstverständlich sei, sich so lange Zeit neben dem Beruf ehrenamtlich zu engagieren, würdigte der Bischof der Evangelischen Landeskirche, Dr. Martin Hein, Nagels Leistung mit der Elisabethmedaille. In einem feierlichen Gottesdienst überreichte Dekan Bernd Böttner Werner Nagel die Medaille. Als „kritischen und aufmerksamen Weggefährten, der niemals sein Gottvertrauen verloren hat", lobte Böttner den Prämierten und war sich sicher: „Ohne Menschen wie Werner Nagel könnte keine Kirchengemeinde bestehen." (ik)
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