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Waldeck-Frankenberg. Rainer Opper aus Gemünden (Wohra) soll die CDU wieder vereint auf Kurs bringen im Kreistag. Hinter Opper hat sich ein neues Team aus vier Stellvertretern formiert - von jung bis erfahren.
„Die Fraktion war einfach wund", analysierte Rainer Opper vor Wochen die Lage der CDU im Kreistag. Zwischen dem noch amtierenden Fraktionschef Dr. Christoph Butterweck (Korbach) und etlichen Unionsabgeordneten hatte sich über längere Zeit eine Kluft aufgetan. Darüber war nach der für die CDU verlorenen Landratswahl auch keine Brücke mehr zu spannen.
Noch vor der geforderten Sondersitzung der Fraktion am Donnerstag war Butterweck auf Rückzug gegangen. So stand bei der Aussprache im Korbacher Hotel „Touric" statt Misstrauensvotum nunmehr die Neuwahl des Fraktionschefs an.
Die Wahl von Rainer Opper als neuem Spitzenmann der Fraktion kam dabei keineswegs überraschend. Opper gehörte zu einer wachsenden Gruppe an CDU-Parlamentariern, die im Vorfeld eine klare Vertrauensdebatte mit Butterweck wünschten.
Mit 76 Prozent Zustimmung bei der Wahl übernimmt Opper künftig die Aufgabe, die CDU aus der internen Auseinandersetzung wieder in politische Geschlossenheit zu bringen. Der neue CDU-Parteichef im Landkreis und frühere Regierungspräsident Lutz Klein, der seinerseits vor Wochen erst die Nachfolge Butterwecks als CDU-Kreisvorsitzender angetreten hat, begrüßte die Wahl der neuen Fraktionsspitze. Zumal Opper (65) als früherer Gemündener Bürgermeister, amtierender Kreistagsabgeordneter, Vorsitzender des Finanzausschusses und bislang stellvertretender Fraktionschef große Erfahrung einbringen kann. Oppers Aufgabe ist bis zur Kommunalwahl 2011 terminiert, für die sich die CDU neu rüsten möchte.
So war laut CDU-Fraktionsgeschäftsführer Markus Nordmeier Harmonie angesagt am Donnerstagabend. Opper und Klein dankten Butterweck für Verdienste um die CDU-Fraktion in den vergangenen Jahren.
Derweil legten zwei bisherige stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Annegret Bauch (Vöhl) und Roswitha Stark (Allendorf/Eder), ihre Ämter nieder. Roswitha Stark machte gesundheitliche Gründe geltend, Annegret Bauch will derweil 2011 gar nicht mehr für die CDU kandidieren.
Für CDU-Spitzenfrau Claudia Ravensburg (Bad Wildungen) war dies mehr als ein Wermutstropfen: „Diese Entscheidung bedauere ich sehr, haben sich doch beide in fachlich herausragender Weise eingebracht", betonte die CDU-Landtagsabgeordnete und Kreisparlamentarierin.
So galt es für die CDU, gleich drei neue Fraktions-Vize zu wählen. Neben Ravensburg, die stellvertretende Fraktionschefin bleibt, wählte die Union Karl-Friedrich Frese (Bürgermeister Bromskirchen), Fritz Schäfer (Basdorf) sowie einen Nachwuchsmann den 30-jährigen Edertaler Timo Hartmann. „Eine gute Mischung", ist Nordmeier überzeugt.
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