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Eine der schwierigsten Sägetechniken zeigten die Forstwirte beim Kombinationsschnitt. Von zwei aufgebockten Stämmen mussten sie Scheiben abschneiden. Dabei wurde die Säge von oben und von unten zur Stammachse geführt. Meist kniend absolvierten die Teilnehmer danach den Präzisionsschnitt, bei dem die Säge nicht das am Boden liegende Brett einschneiden durfte.
Am eindrucksvollsten für die Zuschauer war die Zielfällung eines Baumes. Nachdem Harvester rund 23 Meter lange Fichtenstämme in einer Bodenhülse befestigt hatten, mussten die Teilnehmer den Baum in maximal fünf Minuten möglichst genau auf den vorher eingeloteten Zielpflock fällen.
Schnelligkeit und Genauigkeit waren zum Abschluss beim Entasten gefragt. Jeweils fünf Teilnehmer sägten nebeneinander jeweils 30 Äste von einem Stamm, ohne diesen zu beschädigen oder Reste stehen zu lassen. Mehrere Hundert Zuschauer folgten das Finale am Sonntagnachmittag.
Neuer Hessenmeister wurde der amtierende deutsche Meister Marco Berghöfer aus Sachsenberg mit 1639 Punkten. Er verwies Thomas Wickert mit 1626 Punkten auf den zweiten Rang, gefolgt von Bernd Schenk aus Basdorf. Auch auf den weiteren Plätzen lagen Lokalmatadoren: Werner Klingelhöfer aus Ernsthausen, Jörg Stöcker aus Frebershausen und Achim Ritter aus Frankenau.
In der Jugendklasse siegte Florian Krümmelbein aus Ellershausen mit 1168 Punkten vor Florian Petri aus Niedernhausen und Nils Christian Kasseckert aus Dautphetal. Den erstmals ausgetragenen Ausbildungscup entschieden Forstwirtschaftsmeister Jörg Stöcker und „sein" Azubi Daniel Möller aus Löhlbach für sich. In der offenen Wertung erzielte der Bayer Marco Trabert mit 1671 Punkten einen neuen deutschen Rekord.
Die Waldarbeitsmeisterschaften wurden umrahmt von zahlreichen Musikgruppen: Blaskapelle Frankenau, Schulband der Frankenberger Kegelbergschule, Line-Dance-Gruppe Altenlotheim, Bläserkreis der Frankenberger Ortenbergschule, Bläsergruppe „Die neuen Alten", Landjugend Geismar und Jagdhornbläser Vöhl traten auf. Rund um die Kellerwaldhalle waren über 30 Informations- und Verpflegungsstände aufgebaut. Das Angebot reichte vom Streichelzoo bis zum Beautysalon. Viele Firmen und Vereine waren vertreten.
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