Könner des Monats: Florian Krümmelbein und Marco Berghöfer


Die besten hessischen Waldarbeiter


Frankenau. Achtung, Baum fällt, und Marco Berghöfer weiß ganz genau wohin. Sein Können hat der Sachsenberger unter Wettbewerbsdruck zuletzt in Frankenau unter Beweis gestellt. Bei den hessischen Waldarbeitsmeisterschaften sicherte er sich mit 1639 Punkten den Titel, der seine persönliche Sammlung erweitert: Mit neun Zählern mehr hatte Berghöfer im Juni bereits die deutschen Meisterschaften der Waldarbeiter für sich entschieden. 130 Starter aus dem Bundesgebiet ließ er dabei hinter sich. Ebenfalls den Heimvorteil nutzen konnte Florian Krümmelbein aus Ellershausen, der in Frankenau die Konkurrenz der Jugend gewann.

13 Stunden lang knatterten bei den Titelkämpfen die Motorsägen der 91 Teilnehmer. Die Waldarbeiter zeigten in fünf Disziplinen ihr Können. Beim Kettenwechsel waren Schnelligkeit und korrektes Arbeiten gefragt. In Sekundenschnelle lösten und wendeten die Teilnehmer die Sägeschiene und legten eine geschärfte Kette auf.
Jugendmeister Florian Krümmelbein beim Entasten.
Eine der schwierigsten Sägetechniken zeigten die Forstwirte beim Kombinationsschnitt. Von zwei aufgebockten Stämmen mussten sie Scheiben abschneiden. Dabei wurde die Säge von oben und von unten zur Stammachse geführt. Kniend absolvierten die Teilnehmer den Präzisionsschnitt, bei dem die Säge nicht das am Boden liegende Brett einschneiden durfte. Am eindrucksvollsten für die Zuschauer war die Zielfällung eines Baumes. Nachdem Harvester rund 23 Meter lange Fichtenstämme in einer Bodenhülse befestigt hatten, mussten die Teilnehmer den Baum möglichst genau auf den vorher eingeloteten Zielpflock fällen.

Schnelligkeit und Genauigkeit waren beim Entasten gefragt. Jeweils fünf Teilnehmer sägten nebeneinander jeweils 30 Äste von einem Stamm, ohne diesen zu beschädigen oder Reste stehen zu lassen. (rou)


Heimische Waldarbeiter sind Meister


Marco Berghöfer aus Sachsenberg und Florian Krümmelbein aus Ellershausen setzen sich durch


Frankenau war am Wochenende zum zweiten Mal Schauplatz der hessischen Waldarbeitsmeisterschaften. Zahlreiche Besucher verfolgten die Wettkämpfe der mehr als 100 Teilnehmer.

Überwiegend sonniges Wetter, ein buntes Rahmenprogramm und viele Besucher machten die Wettbewerbe zum von Bürgermeister Dr. Reinhard Kubat ausgerufenen „Frankenauer Spätsommerfest".

Mehr als 13 Stunden lang knatterten am Samstag und Sonntag die Motorsägen der 91 Teilnehmer. Sie zeigten in fünf Disziplinen ihr Können. Der Frankenauer Holger Heck moderierte die Wettbewerbe.

Beim Kettenwechsel waren Schnelligkeit und korrektes Arbeiten gefragt. In Sekundenschnelle lösten und wendeten die Teilnehmer die Sägeschiene und legten eine geschärfte Kette auf. Lokalmatador und Titelverteidiger Thomas Wickert legte die Bestleistung mit elf Sekunden hin.
Marco Berghöfer, der beste Waldarbeiter in Hessen
Eine der schwierigsten Sägetechniken zeigten die Forstwirte beim Kombinationsschnitt. Von zwei aufgebockten Stämmen mussten sie Scheiben abschneiden. Dabei wurde die Säge von oben und von unten zur Stammachse geführt. Meist kniend absolvierten die Teilnehmer danach den Präzisionsschnitt, bei dem die Säge nicht das am Boden liegende Brett einschneiden durfte.

Am eindrucksvollsten für die Zuschauer war die Zielfällung eines Baumes. Nachdem Harvester rund 23 Meter lange Fichtenstämme in einer Bodenhülse befestigt hatten, mussten die Teilnehmer den Baum in maximal fünf Minuten möglichst genau auf den vorher eingeloteten Zielpflock fällen.

Schnelligkeit und Genauigkeit waren zum Abschluss beim Entasten gefragt. Jeweils fünf Teilnehmer sägten nebeneinander jeweils 30 Äste von einem Stamm, ohne diesen zu beschädigen oder Reste stehen zu lassen. Mehrere Hundert Zuschauer folgten das Finale am Sonntagnachmittag.

Neuer Hessenmeister wurde der amtierende deutsche Meister Marco Berghöfer aus Sachsenberg mit 1639 Punkten. Er verwies Thomas Wickert mit 1626 Punkten auf den zweiten Rang, gefolgt von Bernd Schenk aus Basdorf. Auch auf den weiteren Plätzen lagen Lokalmatadoren: Werner Klingelhöfer aus Ernsthausen, Jörg Stöcker aus Frebershausen und Achim Ritter aus Frankenau.

In der Jugendklasse siegte Florian Krümmelbein aus Ellershausen mit 1168 Punkten vor Florian Petri aus Niedernhausen und Nils Christian Kasseckert aus Dautphetal. Den erstmals ausgetragenen Ausbildungscup entschieden Forstwirtschaftsmeister Jörg Stöcker und „sein" Azubi Daniel Möller aus Löhlbach für sich. In der offenen Wertung erzielte der Bayer Marco Trabert mit 1671 Punkten einen neuen deutschen Rekord.

Die Waldarbeitsmeisterschaften wurden umrahmt von zahlreichen Musikgruppen: Blaskapelle Frankenau, Schulband der Frankenberger Kegelbergschule, Line-Dance-Gruppe Altenlotheim, Bläserkreis der Frankenberger Ortenbergschule, Bläsergruppe „Die neuen Alten", Landjugend Geismar und Jagdhornbläser Vöhl traten auf. Rund um die Kellerwaldhalle waren über 30 Informations- und Verpflegungsstände aufgebaut. Das Angebot reichte vom Streichelzoo bis zum Beautysalon. Viele Firmen und Vereine waren vertreten.

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