Korbach. Um die Zukunft der Korbacher Theaterwoche war es zeitweise nicht rosig bestellt. Inzwischen haben sich die düsteren Wolken etwas verzogen. Ein Grund dafür: Unterstützer und Freunde haben einen Förderverein aus der Taufe gehoben, der mithelfen soll, den Fortbestand der renommierten Veranstaltung zu sichern.

An der Spitze des Vereins steht ein Quartett, bei dem die Korbacherin Gudrun Limperg als stellvertretende Vorsitzende eingestiegen ist. Die Theaterwoche ist für die ehemalige Leiterin der Humboldt-Schule ein unverzichtbarer Teil des kulturellen Lebens in der Kreisstadt. Deshalb setzt sie sich gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen für deren Rettung ein.(bs)

Vorbild des Monats: Fritz Schubert

Kampf gegen Tod auf der Straße

Bad Arolsen. Fritz Schubert ist Verkehrswacht und Verkehrswacht ist Fritz Schubert. Das gilt in Bad Arolsen, Waldeck-Frankenberg und in ganz Hessen nun schon seit 50 Jahren. Bundesverdienstkreuz, Ehrenbrief des Landes, Rauch-Plakette, es gibt wohl kaum eine Ehrung, die Fritz Schubert noch nicht erhalten hat. Doch am wohlsten fühlt er sich, wenn er selber Auszeichnungen verleihen kann, zum Beispiel die für bewährte Kraftfahrer. Ein Leben lang hat sich der engagierte Fahrlehrer für Verkehrssicherheit eingesetzt und ist dafür in Kindergärten, Schulen und Altenheime gegangen. Zusammen mit seinen Freunden, die sich von ihm haben für die Sache der Verkehrswacht begeistern lassen, organisierte er Sicherheitstrainings für Fahranfänger und alte Hasen. Aktuell kämpft der 85-Jährige für einen Verkehrsübungsplatz in Nordwaldeck.
Fritz Schubert
Fritz Schubert gilt als „Mister Verkehrswacht" in Waldeck-Frankenberg und Hessen. Froh ist er über die neue Kreisgeschäftsstelle im ehemaligen Wachgebäude der Prinz-Eugen-Kaserne. Kämpfen will er für einen Verkehrsübungsplatz. Foto: Schulten


Könner des Monats: Wilfried Vogel

Hilfe, wo sie gebraucht wird


Wilfried Vogel und die Konvoigruppe fahren seit 20 Jahren mit Hilfsgütern Richtung Osten. Viele Freunde hat er dabei gefunden – wie Dr. Sergey Kukushkin. Foto: Demski





Gestalter des Monats: Dieter Feurich

Die Stimme der Waldecker Sportvereine

Dieter Feurich
Dieter Feurich ist vielfach geehrt worden. Zuletzt überreichte ihm im Jahr 2007 der damalige Innenminister Volker Bouffier die Sportplakette des Landes Hessen. Foto: Archiv



Einsteiger des Monats: Gudrun Limperg

Theaterwoche retten

Gudrun Limperg setzt sich als stellvertretende Vorsitzende des neuen Fördervereins für den Erhalt der Korbacher Theaterwoche ein. Foto: pr

Stimmungsmacher des Monats: Johanna Groß und Dominik Freitag

Der besondere Jugendclub
Frankenberg-Geismar. Die Landjugendgruppen im Landkreis leisten eine unschätzbar wertvolle Arbeit: Sie schlagen Brücken zwischen Tradition und Moderne, indem sie Brauchtum pflegen und sich gleichzeitig mit neuen Ideen in das Leben in ihren Dörfern einbringen. Somit machen sie Stimmung für ein positives Bild von Jugendlichen, denen sonst so häufig negative Dinge nachgesagt werden.

„Kinder und Jugendliche, die sich in der Landjugend engagieren, geraten nicht auf die schiefe Bahn", ist sich Matthias Eckel, Geschäftsführer des Frankenberger Kreisbauernverbandes, sicher. Er war der Laudator bei der Verleihung des Heinrich-Kohl-Preises an die Landjugend aus Geismar als älteste Gruppe im Landkreis. (jos)
Johanna Groß und Dominik Freitag (Mitte, in Tracht) sind derzeit die Vorsitzenden der ausgezeichneten Geismarer Landjugend – und damit unsere Stimmungsmacher des Monats. Foto: Fuhr

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Vöhl-Dorfitter. Es waren eine große Portion Idealismus und auch etwas Abenteuerlust, die Wilfried Vogel vor 20 Jahren antrieben. Im Fernsehen hatte er gemeinsam mit seiner Familie einen Bericht über ein rumänisches Kinderheim gesehen. Noch im selben Jahr machte er sich mit einem Hilfskonvoi auf den Weg Richtung Osten. „Ich wusste, dass wir helfen können, also halfen wir", sagt er.

Damals ahnte er nicht, dass er künftig einmal im Jahr Richtung Russland aufbrechen würde. Doch der damalige Landrat Dr. Horst Bökemeier bat Vogel, die Partnerschaft des Landkreises zur russischen Region Pereslawl mit Hilfskonvois zu bereichern.

Die engagierten Mitglieder der Gruppe sagten zu und besuchten Jahr um Jahr Krankenhäuser und Kinder- und Seniorenheime, brachten Medikamente, Betten und Lebensmittel mit – erst nach Russland, dann nach Rumänien.
Arolsen-Mengeringhausen. 30 Jahre Ehrenamt und eine Reihe von Führungsjobs: Dieter Feurich, der am 19. Oktober seinen 70. Geburtstag feierte, hat als Sportkreisvorsitzender viele Spuren hinterlassen. Geboren in Freigericht und Mengeringhäuser mit Kopf und Herz, seit er in ühere Oberstabsfeldwebel schon mehr als drei Jahrzehnte lang auf den Feldern des (Vereins-)
Sports.

1974 übernahm Feurich die Führung der Leichtathletiksparte des TuSpo. Seither bestimmt er ununterbrochen die Geschicke des Vereins mit seinen mehr als 1000 Mitgliedern mit – zuletzt für 18 Jahre als Vorsitzender. Anfang April übergab er an Wilhelm Müller. Jetzt ist er Ehrenvorsitzender, aber einer, der den radikalen Schnitt nicht macht.